Archiv für Juni 2010

Dancing on your own but not alone!

Es ist wieder Sommer und damit Gastbloggerinnen-Saison bei Feministe. Diesmal hat mich Sarah mit dem Robyn-Fieber angesteckt. Deswegen heute ein Video zum Tanzen:

Bei Feministe gibt’s noch „Fembots have feelings too” und Gedanken zu Popmusik und Feminismus. Und bei der Mädchenmannschaft wartet heute abend ein Samstagabend-Beat.

Gegen die Datensammelwut

Update zur Volkszählung 2011 – der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat eine Initiative gestartet, die gegen die Volkszählung klagen wird. Mehr bei #Zensus11 – Stoppt die Vollerfassung!

Lance Reddick über Fringe, The Wire und Rassismus

Über Fringe und die sträfliche Vernachlässigung von Astrid habe ich bereits geschrieben. Nun ist gerade im Guardian ein Artikel erschienen, in dem sich Phillip Broyles-Darsteller Lance Reddick zu The Wire (Memo an mich: endlich anschauen!) und Rassismus in der Filmindustrie äußert:

“… One of the directors of the show wrote and directed a short about this southern middle-class black family, which they screened. He was speaking to an executive at one of the studios and asked what he thought of it. The guy sighed and said, ‘Come on, nobody wants to see a black Terms of Endearment.’ I don’t think that’s an isolated case.”

„… Einer der Regisseure der Serie schrieb und führte Regie bei einem Kurzfilm über eine schwarze Mittelschichtfamilie aus dem Süden, den sie dann vorführten. Er sprach mit einem der Manager der Studios und fragte, was er davon halte. Der Typ seufzte und sagte ‚Ehrlich, niemand will eine schwarze Fassung von Zeit der Zärtlichkeit sehen.‘ Ich denke, das ist kein Einzelfall.”

Mehr Gedanken zu One Step Too Far

Weil’s so schön ist, hier noch mal das von Patrick verlinkte Video:

Es geht um die neue Kampagne in Wales One Step Too Far, die sich gegen die alltäglichen Belästigungen wehrt, denen sich Frauen ausgesetzt sehen. Denn von Pfiffen über Sprüche zu körperlichen Übergriffen und Vergewaltigungen ist es manchmal nicht weit. Und hinter allem steht das Verlangen, Macht auszuüben. Wir alle können sehr genau unterscheiden, was ein respektvolles Kompliment und was ein dummer Spruch ist. Wir können einschätzen, ob eine Person an Sex interessiert ist oder nicht. Trotzdem kommen immer wieder Entschuldigungen und Erkärungsversuche, wird ein vermeintlich grauer Raum aufgebaut.

Weg damit. Den grauen Raum brauchen wir nicht, denn er ermöglicht es einzig und allein, respektlosen Umgang zu legitimieren und öffnet Missbrauch Tür und Tor. Die Anst, selbst einmal doch in eine uneindeutige Situation zu kommen, ist verständlich. Aber selbstständig denkende Menschen sind in der Lage, das zu bemerken und entsprechend zu handeln, bzw. nicht zu handeln. Wenn man doch einmal schneller einen Spruch raushaut oder jemanden anfasst, als nachzudenken, muss man dann die Verantwortung übernehmen. Ist unangenehm und unbequem, gehört aber zum Leben dazu.

Warum ich nicht glaube, dass Flattr nützlich ist

1. Vom Anmelden bis zum tatsächlichen Einbau hab ich mehrere Tage gebraucht – im Internet eine Ewigkeit. Wer nicht bereits bei PayPal oder Moneybookers ist, hat am Ende schon wieder vergessen, dass er oder sie das mitmachen wollte.

2. PayPal oder Moneybookers.

3. Mit jeder Instanz (Bank, PayPal, Flattr) kommt eine Firma hinzu, die von meinem Geld profitieren will. War das Internet nicht der Raum, wo man endlich mal direkt was kaufen und verkaufen konnte, ganz ohne umständliche Vertriebswege und Verlage?

4. Wir schätzen Bargeld auch so sehr, weil dann außer dem Kioskverkäufer niemand weiß, dass wir eben nicht nur die Tageszeitung und GEO kaufen, sondern auch den Playboy und die ComputerBILD.

5. Hilfe ich schreibe für einen Gemeinschaftsblog. Geben um zu bekommen – aber wer bestimmt wem gegeben wird, wenn es mehrere Autor_innen gibt? Vor allem, wenn wieder

[6. WordPress.com-Nutzer_innen müssen jeden Beitrag einzeln bei Flattr angeben. So wird das nichts.]


Oh the irony.

Zum Rücktritt Horst Köhlers


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