Archiv für Mai 2011

Photos from the Young Media Summit!

I finally got to upload my pics from the Young Media Summit and also some of my other trips this month!

Hand with painting: i <3 Egypt

All I can say right now is that I had a really great time. I met many cool people, we had so many interesting conversations and it will take some time to sort out my thoughts and develop all the ideas I have in mind!

Frauenfußball? Nur in sexääääy!

Im Selbermach-Sonntag bei der Mädchenmannschaft weist Kommentator_in Zoé darauf hin, dass die Deutsche Post auf der Seite des DFB ein wirklich ganz tolles Spiel zur WM bereit gestellt hat. Ich habe mich durchgeklickt und zunächst sieht alles ganz supi aus:

Bild der Frauenfußball-Nationalmannschaft mit einem Logo davor: Deutsche Post Elfmeter Challenge

Mit dem Klick auf „Spiel starten“ jedoch kommen wir zu den Bildern, die Franz Beckenbauers alten Ruf nach „sexy Trikots“ endlich erfüllen!

Blonde Spielerin von hinten, das hautenge weiße Shirt trägt die Nummer 11, außerdem trägt sie hautenge schwarze ShortsDie blonde Spielerin von vorn, erneut im hautengen weißen Trikot (ohne Nummer)

Dass es sich hierbei nicht um ein Angebot des DFB, sondern eine Werbung der Deutschen Post handelt, ist nicht ersichtlich, eine Kennzeichnung „Anzeige“ oder „Werbung“ fehlt nämlich!

Metagedanken nach dem #YMS2011

Nach langer Fahrt und viel zu wenig Schlaf, bin ich seit gestern abend zurück in Deutschland. Nun heißt es Fotos und Gedanken zu sortieren. Außerdem die Kontakte pflegen. Beim Versuch, eine der Teilnehmerinnen des Young Media Summits zu adden, musste ich mich allerdings durch einen absurden Facebook-Dialog klicken (aus dem Gedächtnis aufgeschrieben):

“Wenn Sie Personen als Freunde hinzufügen, die sie nicht kennen, wird das als Spam behandelt und Freundschaftsanfragen blockiert. Kennen Sie diese Person wirklich?”
Ja, ich kenne Maha.
“Sind sie sich sicher, dass Sie diese Person kennen? Ansonsten wird die Anfrage als Spam behandelt.”
JA, ich bin mir immer noch sicher!
(und dann kam noch ein Hinweisfenster:)
“Wenn Sie diese Person nicht kennen, wird diese Anfrage als Spam behandelt.”

Zunächst behandelt Facebook seine Nutzer_innen durch die wiederholten Hinweise wie unmündige Menschen, die nicht verstehen, was sie da eigentlich machen. Was äußerst respektlos ist. Annina wies mich darauf hin, dass sie im letzten Jahr ähnliche Probelem hatte, die anderen Teilnehmer_innen zu adden, vielleicht „…passen Eure üblichen Aufenthalsalgorithmen nicht zusammen.“

Meine Antwort lautete: Da werden alle Vorteile des Internets, Leute international kennenzulernen, wieder genau rückgängig gemacht. Zusammenkommen kann nur, wer aufgrund undurchsichtiger Regeln anderer Leute zusammenkommen darf. Bald können wir alle Utopien, die uns das Internet versprach abschreiben, es ist dann eben doch nur noch die Abbildung der realen Welt.

Ich kann verstehen, dass Leute genervt waren, wenn ihnen auf den ersten Blick völlig Unbekannte einfach so Freundschaftsanfragen schicken. Nicht jede_r möchte über Facebook auch neue Bekanntschaften machen. Ich kenne einige Leute, die alle ignorieren, die nicht wenigstens ein paar Zeile dazu schreiben. Dagegen frage ich im Zweifelsfall nach, aber das ist ein Aufwand, den nicht jede_r betreiben möchte.

Die Lösung kann aber nicht sein, einen Hindernisparcours an sich wiederholenden Warnhinweisen aufzubauen. Vor allem ist auch nicht klar, wann genau man in den Verdacht gerät zu spammen und welche Konsequenzen das genau hätte. Reicht es bereits, sich ein Mal zu verklicken oder muss man erst 50 Unbekannte hinzufügen wollen? In diesem Fall hatten wir bereits gemeinsame Bekannte, was also hat Facebook bewegt, mir diese Warnungen zu senden? Welche Algorithmen sind hier am Werk, die Facebook wissen lassen, dass ich Erna aus Sutthausen wohl kennen könnte, Maha aus Saudi-Arabien aber nicht? An den genauen Wortlaut der ersten Meldung erinnere ich mich leider nicht – hätte ich den Rest geahnt, hätte ich alles mit Screenshots dokumentiert. Aber es blieb völlig unklar, ob dann nur diese eine Freundschaftsanfrage ausgeblendet wird oder ich am Ende gar keine Anfragen mehr stellen kann und für wie lange diese Strafe verhängt würde.

Mit der Beantwortung dieser Fragen würde uns Facebook weiterhelfen, uns wie intelligente Nutzer_innen behandeln. Mit klaren, später nachlesbaren Erläuterungen statt einer Reihe an wirren, einschüchternden Popups. Aus dem Versprechen einer besseren Welt, an der jede_r teilnehmen kann, wird ansonsten aus dem Internet immer mehr eine Welt, die von unsichtbaren und unkontrollierten Kräften beherrscht wird.

Erste Impressionen vom #YMS2011

Blick über den Nil aus dem 20. Stock des Marriott Zamalek in Kairo

Teller mit Petits Fours und Crème brûlée und Ananasstücken

Ein Gedanke zu Karoline von Günderrode

Auf LiteraturfreundIn gibt es gerade einen Beitrag zu Karoline von Günderrode, einer Dichterin der Romantik, die mit 26 Jahren bereits den Selbstmord wählte.

Für mich ist zum einen ihre Lebens- und Schaffensgeschichte eine spannende. Zum anderen haben wir sie und ihr Werk im Deutschunterricht in der Schule behandelt und es ging dabei auch explizit darum, dass viele Dichterinnen nicht nur früher anders behandelt wurden, sondern auch später oft vergessen wurden. Dass in vielen Unterrichtsplänen und Rückblicken nur „wichtige“ Männer vorkommen und es dann scheint, als hätten Frauen nie etwas geleistet. Im Rückblick haben wir darüber vermutlich nur sehr kurz gesprochen, aber es gehört zu den Dingen, die mir aus der Schule im Gedächtnis geblieben sind.

Nachlesen und angucken, wo die #rp11 schon lange vorbei ist

Inzwischen sind alle Beiträge zur re:publica XI online, sexistische Kommentare und digitaler Aktivismus scheinen dabei äußerst interessant zu sein, denn es gab dieses Jahr viele Anfragen. Nach den diversen Interviews und spannenden Gesprächen war ich dann zwei Tage ziemlich heiser. In der Aufregung vergessen, hatte ich am Ende die ausführliche Dokumentation der Ergebnisse. Heute also endlich alles, was mensch sich anhören, bzw. auf Video anschauen (Premiere!) kann.

Im on3 Blogbuster ging es um neue Strategien gegen Internet-Trolle, im Deutschlandradio Kultur breitband ging es um Cyberfeminismus, gleich zwei Videos hat Martina Weirich für die Netzpiloten gedreht und Ausschnitte aus dem, online ansonsten nicht verfügbaren, Shitstormpanel gibt es beim Berliner Offenen Kanal ALEX.

Dafür gibt es aber die Folien zu besagtem Panel auf der offiziellen rp11-Seite. Und Philip Steffan hat netterweise das Cyberfeminismus-Panel gefilmt und hochgeladen, wie auch „Guck mal wer da spricht“.

Außerdem hatte ich mit Felix Knoke gesprochen, der erst ein interessantes Video Mash-Up aus Ghost in the Shell 2 und dem Cyborgmanifest gepostet hatte und später den Vergleich zwischen Cyberfeminismus und Anonymous gezogen hat.

Heute in Osnabrück: Buffylesung! (Und bald kommt Sookee)

Ab 20:15 wird Birgit Ziener aus ihrem Buch „Horror als Alltag“ vorlesen. Leider hab ich den Flyer dazu nicht eingesteckt, denn auf der Verlagsseite ist ne andere Zeit angegeben und die Baracke (Gebäude 93, Barbarastraße 22c) als Ort. Bei letzterem bin ich mir nicht sicher, auf dem Flyer stand aber definitiv 20:15.

Am 27. Mai kommt dann im Rahmen von Gay in May endlich einmal Sookee nach Osnabrück! Ab 22 Uhr bei der Queerparty zusammen mit dem Glitter Gewitter. Der Eintritt beträgt 3 Euro.

Der Pass ist da!

Logo: links steht Young Media Summit auf gelbem Hintergrund, rechts das gleiche auf arabisch auf hellblauem Hintergrund

Schweren Herzens habe ich mir nun einen der neuen biometrischen Reisepässe zugelegt, inklusive Abgade von Fingerabdrücken, als ob ich bereits tatverdächtig sei… Aber gut, es ist für ein spannendes Projekt. Am Montag geht’s los, zum Young Media Summit 2011 in Kairo. Mehr gibt es sowohl auf dem Blog zum Projekt, als auch sicher bei der Mädchenmannschaft, denn Muttibloggerin Hannah kommt auch mit.

I’ve got this thing…

(via twitter.com/reporat)

Was ist weiblich, was ist männlich im Internet?

Schon Mitte letzten Monats erschien der „Rant“ von Jörg-Olaf Schäfers zur Frage, wer eigentlich was in der Netzpolitik in den letzten Jahren/Jahrzehnten bewegt hat. Dabei sind mir zunächst 2 Dinge aufgefallen. So geht es im Artikel im verschiedene Organisationen und Aktionen, von Stop1984 mit Bettina Hammer, über die Petition gegen Internetsperren von Franziska Heine, bis hin zum stärkeren Engagement des CCC, das laut Schäfers vor allem an Constanze Kurz hängt. Hier treffen mit Politik und Technik eigentlich 2 Bereiche aufeinander, die als männlich gelten. Und dennoch so viele Aktivistinnen? Aber Obacht:

Die floralen Elemente eher weichen Themen der SIGINT standen anfangs jedenfalls noch deutlich in Kontrast zur harten Hacker-Realität auf dem Kongress in Berlin […]

Galt all das was „auf den Webseiten“ steht mal als „weiblich, weich, blumig“ im Vergleich zu dem, was hinter den Webseiten steht? Beispiel Weblogs. Seit dem Aufkommen von Blogs sind als Autor_innen überdurchschnittlich viele Frauen zu finden, gleichzeitig wurden sie lange als „Tagebücher im Internet“ verschrien. Inzwischen gibt es einige sehr bekannte Blogs, das Image beginnt sich zu wandeln und damit auch das Geschlechtsimage, denn meistens ist von den Bloggern (m) die Rede.

Doch Frauen strömen verstärkt ins Internet, der Gender Gap schließt sich an dieser Stelle immer mehr. Damit einher geht eine stärkere Differenzierung der Tätigkeiten. Der Anteil von Frauen und Männern, die im Netz daddeln ist fast gleich? Dann wird eben unterschieden zwischen krassen Egoshootern und „Social Games“. 83% der Surfer und 88% der Surferinnen kaufen Zeug übers Internet? Also schnell klargestellt, dass Frauen Kleidung kaufen und Männer Computer. Jedes Mal, wenn eine Achse der Unterscheidung wegfällt, wird nach der nächsten gesucht.

Doch nicht immer erobern die Frauen sich neues Terrain, es geht auch umgekehrt. Bei der Gründung der Digitalen Gesellschaft, die künftig die digitalen Bürgerrechte vorantreiben will, waren nur Männer dabei. Nach der ersten Kritik hat man inzwischen klargestellt, es gäbe „auch einige weibliche Mitglieder“. Na dann.
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PS: Eine ganz andere Frage stellt sich mir inzwischen auch noch. Warum mir Google bei der Suche nach dem inzwischen totgenudeltem Slogan „Frauen erobern das Internet“ auch das Wort „Verführen“ fett markiert, obwohl es nicht zur Suchanfrage gehört.

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  • Ach Popp. Immerhin: Schöner Versuch und schöne Parade! — tweeted 10 minutes ago
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(C) Foto & Illu: Frl. Zucker

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