Kein nettes Mädchen – ELENA

Als Studentin kann ich leider die Verfassungsbeschwerde gegen den „Elektronischen EntgeltNachweis“ ELENA nicht mitzeichnen. Wer davon betroffen ist, sollte es aber tun. Das sind: Arbeitnehmer_innen, die Sozialversicherungsbeiträge zahlen, Geringfügigbeschäftigte, arbeitnehmerähnliche Selbständige, die Rentenversicherungsbeiträge zahlen, sowie Beamte, Berufsoldat_innen und Richter_innen. Deren Daten werden seit Anfang des Jahres einmal pro Monat an die Zentrale Speicherstelle übermittelt.

Neben noch verständlichen Angaben wie der Steuerklasse oder den Sozialversicherungsabzügen stehen aber auch Angaben zur Tätigkeit und wöchentlichen Arbeitszeit drin, wann man wie oft warum gefehlt hat (Mutterschutz, Krankheit, Elternzeit…), Schilderungen von „vertragswidrigen Verhalten“ des Angestellten/Arbeiters und sogar die Gründe bei Arbeitszeitänderungen.

Zusammen mit der neuen (über-)lebenslangen Steuer-ID können wir uns in Zukunft dann bei Bewerbungen den Lebenslauf sparen – bis auf das Studium und Selbstständigkeit ist schon alles gespeichert. Falls jemand die Datenbank hacken sollte, weiß es vielleicht auch der Nachbar. Quasi Huckepack soll ab 2012 auch die Signaturkarte eingeführt werden, die Kosten dafür wird selbstverständliche jede_r selbst tragen.

Bis zum 25. März können noch Vollmachten ausgefüllt werden. Also schnell zu Mitzeichnungsseite des FoeBuD, alles ausgedruckt, unterschrieben und abgeschickt. Eine Spende kann man natürlich auch da lassen, um bei den Kosten zu helfen.

Update: Die Frist wurde aufgrund der vielen Freiwilligen bis zum 29. März verlängert!

2 Gedanken zu “Kein nettes Mädchen – ELENA

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