Enkel und Großmütter in Osnabrück

Dass Frauen jenseits der Menopause noch leben, war lange Zeit für viele Forscher_innen ein Rätsel. Inzwischen wird schon vermutet, gerade Großmütter könnten der Schlüssel zum Erfolgsgeheimnis der Menschen sein. Dennoch beschränkt sich die Rolle der Großmutter in unserer Kultur und Gesellschaft meist auf die Taschengeld- und Süßigkeitenspenderin.

Daher hier ein Veranstaltungstip, den mensch im Internet sonst nicht so häufig findet: In Osnabrück ist noch bis Ende März die Ausstellung „Großmütter gestern und heute“. zu sehen. Gezeigt werden von Großmüttern für ihre Enkel gefertigte Geschenke und Fotos von Margret Herdt, sowie Malerei von Sybille Hertel und Mary Kolostori.

Für alle die noch mehr erleben wollen, gibt es dann am Donnerstag (25. März 2010) noch eine Lesung um 19.30 Uhr. Unter dem Motto „Keine sehr kleine Frau“ lesen Christine Höfer und Eva Nasner-Maas Aussschnitte aus dem Werk verschiedener Schriftsteller_innen. Natürlich geht es dabei immer um Großmütter.

Die Ausstellung und die Lesung sind in den Räumen der Osnabrücker Krebsstiftung in der Heger Straße 7-9. Im osradio-Podcast gibt es noch einen Beitrag von Yoshi Buhmann zur Veranstaltungsreihe.

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5 Gedanken zu “Enkel und Großmütter in Osnabrück

  1. „Dass Frauen jenseits der Menopause noch leben, war lange Zeit für viele Forscher_innen ein Rätsel“

    Davon habe ich zwar bisher noch nie was gehört, aber das erklärt so einiges :-)) Ein wunderschöner Satz!

    Gruß
    Nele

  2. Post-menopausale Frauen können ja keine Kinder mehr bekommen und sind damit für das Fortbestehen der Menschheit vermeintlich nutzlos. Darum hat man sich tatsächlich gefragt, warum Frauen nicht länger fruchtbar sind, bzw. warum sie nach dem Ende der Fruchtbarkeit noch so lange leben.

  3. > Dass Frauen jenseits der Menopause noch leben, war lange Zeit für viele Forscher_innen ein Rätsel.

    *stöhn*

    Das ist kein Großmutter-Thema, sondern ein Mutter-Thema.

    Eine Mutter sollte nach der letzten Geburt noch eine Weile leben, um ihr jüngstes Kind großzuziehen. Der Homo sapiens ist nämlich recht aufwändig in der Aufzucht.

    > warum sie nach dem Ende der Fruchtbarkeit noch so lange leben

    Wie alt sind denn Frauen vor 100.000 Jahren geworden?

  4. @Irene: Auch wenn es einfach aussieht – viele Wissenschaftler machen sich darüber Gedanken. Denn ein Kind braucht nicht zwangsläufig seine eigene Mutter. Spätestens nach dem Abstillen (Stillen muss auch nicht unbedingt die leibliche Mutter) reicht theoretisch auch der Vater alleine, bzw. eine andere Bezugsperson.
    Genaue Zahlen weiß ich gerade nicht, aber Schwangerschaft und Geburt waren früher die größten Todesrisiken für Frauen – wer es bis in die Menopause geschafft hat, hatte danach vergleichsweise hohe Überlebenschancen.

  5. Der Normalfall ist, dass die Lebenserwartung einer Säugetierart bei Weibchen und Männchen etwa gleich ist. Und beim Menschen ist das ja auch so (sofern sich die Lebensstile der Frauen und Männer ähneln und Frauen nicht bei der Geburt und Männer nicht beim Duell sterben).

    Die alten Frauen herauszugreifen macht folglich wenig Sinn. Wenn schon, dann wäre die Menopause erklärungsbedürftig, und nicht der Umstand, dass Frauen sie überleben.

    Nicht alles, worüber sich Wissenschaftler Gedanken machen, muss auch sinnvoll sein.

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