Dinge, die mich nicht überraschen

Die Washington Post berichtet von einem Studenten und einem Journalisten, die beide Probleme haben, ein Visum für die Einreise in die USA zu bekommen – weil sie Moslems sind und muslimische Namen haben.

Mohamed Youcef Mami halfen keine Briefe der University of California in Berkeley, die ihn bereits für ein Masterprogramm akzeptiert hatte, um die Überprüfung seines Antrags zu verkürzen. Erst nachdem er seine Geschichte der Post erzählt hatte, kam Bewegung in die Sache. Schlimmer erging es dem Journalisten Said Mahrane. Er sollte eigentlich mit mehreren Kollegen den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy auf eine Reise in die USA begleiten, bekam aber gar kein Visum und verpasste den Trip. Anrufe des französischen Außenministeriums blieben ohne Erfolg.

„Schuld” sind die muslimisch klingenden Namen der beiden und dass nach dem gescheiterten Anschlag an Weihnachten die Überprüfung wieder einmal verschärft worden ist. Und obwohl auch weiße Christ_innen Terrorschanschläge planen und ausführen, verfangen sich leider fast ausschließlich Menschen in diesem System, wenn sie den falschen Namen, die falsche Hautfarbe oder die falsche Religion haben.

Ein Gedanke zu “Dinge, die mich nicht überraschen

  1. Eine Bekannte (Engländerin) von mir wollte vor etlichen Jahren in die USA zu einer Messe reisen und dabei ihren erwachsenen Sohn mitnehmen. Dieser heißt Yusuf. Die beiden kamen also in New York am Flughafen an. Dort ließ man sie einreisen, ihren Sohn aber nicht. D.h. er durfte den Flughafen nicht verlassen. Da haben beide den nächsten Rückflug genommen. Die Messe musste ohne sie stattfinden. Alle waren stinksauer. So ein Blödsinn wegen eines Vornamens!
    Aber ich wundere mich da auch über nichts mehr …

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