Warum ich nicht glaube, dass Flattr nützlich ist

1. Vom Anmelden bis zum tatsächlichen Einbau hab ich mehrere Tage gebraucht – im Internet eine Ewigkeit. Wer nicht bereits bei PayPal oder Moneybookers ist, hat am Ende schon wieder vergessen, dass er oder sie das mitmachen wollte.

2. PayPal oder Moneybookers.

3. Mit jeder Instanz (Bank, PayPal, Flattr) kommt eine Firma hinzu, die von meinem Geld profitieren will. War das Internet nicht der Raum, wo man endlich mal direkt was kaufen und verkaufen konnte, ganz ohne umständliche Vertriebswege und Verlage?

4. Wir schätzen Bargeld auch so sehr, weil dann außer dem Kioskverkäufer niemand weiß, dass wir eben nicht nur die Tageszeitung und GEO kaufen, sondern auch den Playboy und die ComputerBILD.

5. Hilfe ich schreibe für einen Gemeinschaftsblog. Geben um zu bekommen – aber wer bestimmt wem gegeben wird, wenn es mehrere Autor_innen gibt? Vor allem, wenn wieder

[6. WordPress.com-Nutzer_innen müssen jeden Beitrag einzeln bei Flattr angeben. So wird das nichts.]


Oh the irony.

12 Gedanken zu “Warum ich nicht glaube, dass Flattr nützlich ist

  1. Zu 2) Das finde ich auch blöd. PayPal kann ich gar nicht ausstehen (obwohl ich natürlich als ebay-Nutzerin ein Konto hab). Aber trotzdem – das müsste sich ändern.

    zu 5) Stimmt. Ist ein Problem. Ich wüsste auch nicht so direkt wie man das bei Gemeinschaftsblogs ändern könnte.

    zu 6) Das stimmt nicht. Wenn man das Plugin korrekt eingebaut hat (was ich jetzt nicht soooo schwierig fand), dann bewirkt der erste Klick auf auf den Button die Meldung bei flattr. Geht automatisch. Ich hab auch gedacht, ich müsste jeden Beitrag selbst melden – stimmt aber wirklich nicht.

    🙂

  2. Soweit ich das sehe, gehtÄs nicht: Plugins are tools used to extend the functionality of the WordPress platform. However, they are only applicable to privately-hosted blogs and web sites using the WordPress.org software. Plugins are not permitted on WordPress.com for various security reasons.

  3. Zu Punkt 5 (Gemeinschaftsblogs): Da könnte man das Geld doch nutzen, um Gemeinschaftsprojekte zu stemmen. Übersetzerinnen bezahlen, die gute und interessante Texte aus anderen Sprachen ins Deutsche bringen – das wär ein Traum!

    Zu Punkt 6 – das stimmt leider. Flattr Buttons muss ich bei wordress.org per Hand einbaun.

  4. flattr zieht keine gebühren ab.
    die gebühren für paypal, moneybokers etc. werden nur bei der aufladung berücksichtigt.

    • Das Problem ist nicht die Technik oder die rechtliche Seite, sondern eher die Frage, wieviel eingezahlt wird und wie das verteilt wird. Letzteres ist auch extra Zeitaufwand…

      • Wenn jeder seinen eigenen Flattr-Account hat, ist doch die Frage wieviel eingezahlt wird und wie das verteilt wird obsolet.
        Im Prinzip kocht somit jeder sein eigenes Süppchen. Widerspricht dem Gemeinschaftsgedanken, das gebe ich zu, aber so ist es wohl einzig machbar.

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