Mit Kritik kann Sebastian Edathy wohl nicht so gut umgehen

Ich gestehe, dass mir Sebastian Edathy aufgrund seiner Position zur Vorratsdatenspeicherung und Ausdrucksweise schon seit Jahren unsympathisch ist. Nun hat er auch noch lieber Urmila Goel angepampt, die ihn auf Sexismus in einem Facebook-Beitrag hinwies. Eine sachliche Diskussion wollte Edathy dann anscheinend nicht und hat sie aus seiner Freundschaftsliste geworfen. Ich habe ihm daraufhin eine E-Mail geschrieben, die ich hier dokumentiere:

Sehr geehrter Herr Edathy,

mit Schrecken habe ich lesen müssen, dass sie lieber kritische Bürgerinnen aus ihrer Facebookliste löschen, als sich konstruktiv mit diskriminierender Sprache zu beschäftigen. Stattdessen ziehen Sie anscheinend die „Ich bin links, ich kann nicht sexistisch sein“-Karte, belehren eine Frau, was als Sexismus zu gelten habe und entziehen sich dann einer weiteren Auseinandersetzung durch Entfreunden. Ein souveräner Umgang mit Kritik sieht anders aus. Ich bin gespannt auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,
Helga Hansen

PS: Da ihre Facebookseite für Nicht-Freund_innen nur ihre eigenen Beiträge zeigt, habe ich mich auf die Schilderung Urmila Goels verlassen, die sie unter http://andersdeutsch.blogger.de/stories/1953301/ nachlesen können. Ich behalte mir vor, diese Mail und weiteren Schriftverkehr zu veröffentlichen.

Update: @lantzschi hat mal im Urban Dictionary nachgeschlagen, was da zu „puss in boots“, dem ursprünglichen Ausdruck, steht. Zum Beispiel:

n., singular: hot chick wearing boots

n., plural: a grouping or gathering of hot chicks wearing boots

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3 Gedanken zu “Mit Kritik kann Sebastian Edathy wohl nicht so gut umgehen

    • Nein, leider nicht. Er hat noch mal auf Facebook nachgetreten mit

      Es gab mal ne Zeit, da konnte man Leute, die beständig dummes Zeug redeten, erfolgreich auf die Ausgangstür hinweisen. Meistens half das. Dann kam das Internet. Seitdem Bloggen diese Leute vor der Tür, anstatt einfach beschämt nach Hause zu gehen.

      Da haben dann Menschen kommentiert, die das schlechten Stil fanden und die Bemerkung ist verschwunden. Aber auf eine Entschuldigung oder wenigstens eine Antwort warten Urmila und ich bisher vergebens.

      • Das hatte ich noch gelesen und mich dann von seiner ‚Freundschaft‘ auf Facebook verabschiedet, weil ich seinen Umgang mit der ganzen Angelegenheit unangenehm und arrogant und gerade einem demokratisch gewählten Volksvertreter nicht angemessen fand.

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