Sebastian Edathy und die kritischen Bloggerinnen

Ach Herr Edathy, das wäre ja nun nicht nötig gewesen. Nach seinem schon unsouveränen Löschfeldzug gegen Urmila Goel trat er auf Facebook noch einmal nach (der folgende Eintrag ist inzwischen aber wieder verschwunden):

„Es gab mal ne Zeit, da konnte man Leute, die beständig dummes Zeug redeten, erfolgreich auf die Ausgangstür hinweisen. Meistens half das. Dann kam das Internet. Seitdem Bloggen diese Leute vor der Tür, anstatt einfach beschämt nach Hause zu gehen.“

Der Fehler? Ihn darauf hinzuweisen, dass auch Kritik an Angela Merkel ohne Sexismus ablaufen sollte. Inzwischen hat er weitere Menschen aus seiner Freundschaftsliste gelöscht, die sein Vorgehen kritisiert haben, Urmila und ich können (eingeloggt) seine Facebookseite gar nicht mehr sehen. Worüber ich ihn noch nie kontaktiert habe.

Statt beschämt zu Hause zu sitzen, sitze ich nun vor dem Rechner und schreibe einen weiteren, „beständig dummen“ Blogeintrag. Denn wenn sich hier jemand schämen sollte, dann Herr Edathy für seinen Umgang mit kritischen Bürger_innen.