Zum Ada-Lovelace-Day: Ina Schaefer

Heute ist wieder Ada-Lovelace-Day. Der Tag, an dem Wissenschaftlerinnen aus Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik sichtbar gemacht werden, der Tag benannt nach Ada Lovelace, der ersten Programmiererin der Welt.

Wen also vorstellen? Dieses Mal eine Professorin hier aus Braunschweig, die ich letzte Woche kennen gelernt habe (im Rahmen des fiMINT-Forums </Arbeitseinschub>): Prof. Dr.-Ing. Ina Schaefer. Seit einem halben Jahr ist sie an der TU Professorin am neugeschaffenen Institut für Softwaretechnik und Fahrzeuginformatik. Sie bschäftigt sich mit den Themen Variabilität und Verifikation. Konkret bedeutet dies z.B. dass jedes Auto heute eine Software braucht, die Vielfalt an Möglichkeiten, sein Auto zusammenzustellen, dies aber deutlich kompliziert macht. Eine Variantenvielfalt von 320 kombinierbaren Features bedeutete mehr Kombinationsmöglichkeiten, als es Atome im Universum gibt.

Einige Kombinationen sind dabei unmöglich – ein Gepäckträger auf einem Cabrio etwa macht keinen Sinn. Und manchmal sind Kombinationen gefährlich. Wenn ein Haus einen Wassersensor und einen Feuermelder haben, kann am Ende das Haus abbrennen. Weil bei einem Feuer der Wassersensor auf die Sprinkleranlage reagieren könnte und den Wasserhahn abdreht. All das weiß ich dank ihres Vortrages und bin ein wenig traurig, nicht selbst in der Softwaretechnik zu arbeiten. Falls ihr das tut aber eine gute Nachricht: Frau Schaefer sucht noch Doktorandinnen.

Und falls ihr noch eine Wissenschaftlerin sucht, die ihr heute vorstellen wollt: Barbara Liskov, Turing-Preisträgerin und vor kurzem zu Besuch in Braunschweig.

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