Über unsichtbare Handlungen

Auf Twitter tobt gerade die Debatte, ob es sinnvoll ist, als Hetero-Paar aufs Knutschen zu verzichten, so lange Homo-Paare dafür immer noch beschimpft, bedroht und verprügelt werden. Denn das Nichts-Tun ist auch unsichtbar. Aber ist das wirklich so und wenn ja, wäre es schlimm?

Nein. Auch unsichtbare Handlungen, bzw. das Verzichten auf Taten ist wichtig. Jedes nicht gesagte „sind sie schwanger“ im Bewerbungsgespräch macht das Leben besser, jeder unausgesprochene Witz über Vergewaltigungen, jeder ausbleibende homophobe Spruch, jede nicht-erfolgte Mikroaggression.

Und in dem Moment, in dem wir bei Twitter über die Gründe debattieren, in dem wir Texte übers Verzichten schreiben, in dem wir nicht nur Verzichten, sondern das Verzichten deutlich machen – ja, da wird die unsichtbare Tat eine sichtbare.

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