Weg mit der Eingetragenen Lebenspartnerschaft? Die „Homo-Ehe“ bleibt trotzdem.

Nachdem die Eingetragenen Lebenspartnerschaften den Ehen in Deutschland zwangsweise immer weiter gleichgestellt werden, macht Bundestagspräsident Norbert Lammert nun deutlich, wo der Hammer hängt. Der holde CDU-Recke droht mit der Abschaffung der Institution „Eingetragene Lebenspartnerschaft“. Damit zeigt er den letzten fundamentalen Unterschied zwischen Ehen und Lebenspartnerschaften auf, denn auch die Diskriminierung bei Adoptionen dürfte früher oder später gekippt werden. Anders als die Ehen, die unter dem Schutz des Grundgesetzes stehen, sind Lebenspartnerschaften eine rechtliche Erfindung, die jederzeit wieder abgeschafft werden kann.

Für Lammert ist die mögliche Entscheidung zur weiteren Gleichstellung anscheinend sein persönlicher Rubikon. Wenn Homo- und Bisexuelle mit den bisherigen Krumen nicht zufrieden sind, sondern auch noch gemeinsam Kinder adoptieren wollen, dann müssen sie halt auf jede rechtliche Absicherung ihrer Lebensgemeinschaften verzichten!

Die Ehen von gleichgeschlechtlichen Menschen, die es in Deutschland neben den Lebenspartnerschaften ebenfalls gibt, sind von seiner Ankündigung übrigens nicht betroffen. Für sie gilt weiter der Schutz des Grundgesetzes.