Links! Bevor ich mal weg bin.

Ausschnitt aus einem chinesischen Visum

再见!

  • Die University of Wisconsin richtet das erste us-amerikanische Post-Doc-Programm in feministischer Biologie ein. Dass ein kritischer Blick auf von Geschlechterverhältnissen eingefärbte Forschung auch 2014 noch notwenig ist, zeigt nicht zuletzt die penis-fixierte Berichterstattung über das neu-entdeckte Gynosom.
  • Die murkselige Entscheidung über patentierte Gene hat Orphan Black in der 2. Staffel aufgegriffen. Aisha Harris zieht außerdem die Verbindung zu den Kämpfen von Frauen um reproduktive Rechte und körperliche Autonomie.
  • Erkenntnisse aus der Wissenschaft, über das bisher kaum erforschte Leben minderjähriger Sexarbeiter_innen in den USA. Die gute Nachricht: sie sind viel seltener unter der Knute böser Zuhälter als befürchtet. Die schlechte: Obwohl Viele aufhören wollen, gibt es keine einfache Lösung, ihnen zu helfen. Eine Re-Kriminialisierung oder die verstärkte Verfolgung von Zuhältern oder Kunden würde den Betroffenen das Leben nur deutlich schwerer machen.
  • Kate Losse über die Geschichte der Brogrammer, die eine sich-selbst-erfüllende Prophezeiung wurden und nun auch als Abgrenzungsmechanismus für die „guten“ Programmierer dienen.
  • Und täglich grüßt der Rechtsstaat: Der Geschäftsführer einer Onlinewerbefirma ist mit einer Bewährungsstrafe davon gekommen, obwohl ihn seine Kamera in seinem Schlafzimmer bei aufgenommen hatte, wie er seine Freundin brutal misshandelt.
  • Weiße Menschen, die sich „Schlitzaugen“ ziehen, verstärken rassistische Stereotype, auch „sexy Geisha“-Kostüme werden kritisiert. Ein handliche Übersicht schafft Klarheit, welche Praktiken kulturelle Aneignung bedeuten und was Respekt für andere Kulturen beinhaltet.
  • Das .dpi – Feminist Journal of Art and Digital Culture sucht Beiträge für Ausgabe 30 zum Thema „Cyber Surveillance“. Schwerpunkt ist die „Informatisierung von Körpern“.
  • Nun hat Amazon auch noch Comixology (die beliebte Comic-App) gekauft. Wird es für kleine Comicbuchläden das Aus bedeuten, wie zuletzt für kleine Buchläden? Oder haben die Comicläden vielleicht noch ein ganz anderes Problem?
  • Falls ihr es Samstag nach Hannover schafft: Dort wird ab 10 Uhr gegen eine GesundheitsEsoterikveranstaltung demonstriert, auf der Chlorbleiche als Medikament (besonders bei Autismus) empfohlen wird.
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