3.5.2019 – Sprache #feminismusfetzt

Wiener Stephanskirche vor blauem Himmel.

Servus aus dem Land der Sackerl, Paradeiser und Mistkübel, heute zum Thema Sprache. In der Bahn hab ich schon eine Anzeige für eine Ausbildung zur „PflegeassistentIn“ gesehen. Während in Deutschland die Debatte um geschlechtergerechte Sprache gefühlt endlich mal wieder Fahrt aufnimmt, war ihr Einsatz in einigen österreichischen Medien schon vor Jahren Standard.

Wiener Hofreitschule.

Was mir bei der Frage nach Binnen-I, Unterstrich und Gender-Sternchen oft zu kurz kommt, ist die Barrierefreiheit, etwa beim Vorlesen in Screenreadern. Da schneidet erstaunlicherweise das Innen gut ab, weil genau die Pause gelesen wird, die andere Varianten darstellen sollen („Leser in“). Sonderzeichen werden dagegen ausgesprochen.

Zwei Löwen in der Wiemer METAStadt, am Gebäude hängt ein Banner: Maker Faire Vienna.

Andererseits: das muss ja nicht so bleiben. Wichtig ist auch die Frage, welche Varianten möglich sind, die von der Standard-Binarität der männlichen Endung mit angehängter Feminisierung wegkommen.

Was wegkann: Sternchen an Worte dranzuhängen, meist Frauen, um irgendwen mit anzusprechen. Frauen sind Frauen, ob cis- oder transgender. Die Bezeichnungen für alle außerhalb der Binarität, ob Intersex, Non-Binary oder oder oder sind derzeit zwar noch nicht so bekannt, aber ohne Diskussion und nur als * kommen wir da auch nicht weiter.

PS: Das Erfinden neuer Formen, um die anzusprechen, die geschlechtergerechte Sprache bisher doof fanden, ist auch eine Falle, bitte geschickt umgehen.

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