4.5.2019 – Wut #feminismusfetzt

Tag 4 von #feminismusfetzt, zu „Wut“. 2014 habe ich darüber beim Spiele-Blog Herzteile geschrieben, denn damals gab es eine Debatte über (ausufernde) Kritik.

In kurz: Wut ist wichtig für Veränderungen, im Unterschied zu Grausamkeit, die nur der Abewertung und Verletzung dient. Wut wird oft als Gewalt empfunden, wenn sie auf Diskriminierung hinweist – schwierig wird es, wenn sich Gruppen kritisieren, deren Mitglieder unterschiedliche Diskriminierung erfahren. Dabei sollten wir alle bedenken, dass niemand perfekt ist und Veränderungen selten schmerzfrei ablaufen.

Meine Anmerkung damals: Bei der Sorge um „Angst vor dem Mob“ werden meist weiße, gutgestellte Leute in den Vordergrund gestellt, die nach zahlreichen, ekelhaften Klogriffen einmal Konsequenzen treffen – während viele Aktivist_innen schon für ihre bloße Existenz mit Hass und Drohungen bestraft werden.

Eine Lösung: Calling in. Bei problematischen Aussagen/Verhalten in der eigenen Community innehalten und über die Beziehung untereinander nachdenken und die eigene Kritik darauf aufbauen.

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