#herzliste2014

Eine weiße Hand hält 2 Flaschen Nagellack, auf dem Ringefinger ist der hellblaue aufgetragen, auf den anderen Fingern dunkelgrau.

War quasi auf der #herzliste2013: Mehr Nagellack wagen.

Frau Dingens hat dazu aufgerufen, eine Liste der Dinge für 2014 zu erstellen, die eins fürs Herz machen möchte, die sonst im Alltag zu kurz kommen.

Hier also die Challengeliste fürs kommende Jahr:

  1. Die beiden Bücher vom Nachttisch zu Ende lesen. (Vermutlich getan. Da liegen jetzt aber 8 andere…)
  2. Statt zur re:publica zu fahren nach China fliegen. ✓
  3. Mal wieder ein iPhone-Spiel daddeln. ✓
  4. Endlich mit dem Lilypad rumspielen. (Eh…)
  5. Neue Jillian Michaels-Workouts probieren. ✓
  6. Mein Doctor Who-Cosplay verbessern. (Bin auf Star Trek umgestiegen.)
  7. Dinge einfach sein lassen, wenn sie mir keinen Spaß machen (I am looking at you The Inner World). ✓
  8. Innehalten und Erreichtes anerkennen. Etwa im Rahmen dieser Challenge. ✓

PS: Jetzt mit Update vom 1. Januar 2015.

Achtung, silly Star Trek content.

Your results:
You are Geordi LaForge

Geordi LaForge
75%
Jean-Luc Picard
70%
Spock
60%
Data
56%
Will Riker
55%
An Expendable Character (Redshirt)
50%
James T. Kirk (Captain)
45%
Beverly Crusher
45%
Mr. Scott
40%
Uhura
40%
Leonard McCoy (Bones)
35%
Mr. Sulu
35%
Worf
30%
Chekov
25%
Deanna Troi
25%
You work well with others and
often fix problems quickly.
Your romantic relationships
are often bungled.

Ein Schwarzer Mann in einer schwarz-goldenen Uniform und mit einem futuristischem Gerät über den Augen.


Click here to take the Star Trek Personality Quiz

Noch schöner wäre es, wenn dir Fragen “Are you shy with women?” und “Have you made out with a lot of pretty women?” nicht so auf Heteromänner bezogen schienen…

Update 23:10 Uhr: @gigatoreador merkte an, dass „„Do you often wear mini skirts?“ eher weniger Heteromänner betrifft. Das ist vermutlich eine der interessantesten Fragen des Tests. Denn die oben genannten Fragen können anders formuliert werden und ihre Aussagekraft weitestgehend behalten. „Bist Du schüchtern gegenüber Menschen, zu denen Du Dich hingezogen fühlst?“ ist relativ einfach. „Hast Du Dich schon mit vielen (für Dich schönen/ gesellschaftlich als heiß angesehenen) Menschen eingelassen?“ ist schon schwieriger. Aber „trägst Du oft sexualisierte/knappe Kleidung“ passt kaum auf Männer. Auch „modisch“ wäre nicht richtig.

Grundsätzlich passt die Frage wenig zu den anderen, denn die beziehen sich auf Eigenschaften, Fähigkeiten und Kenntnisse. Der beruflich vorgegebene Kleidungsstil ist schon etwas anderes und so auch nicht formuliert in dem Test. Schließlich – die Fragen beziehen sich immerhin auf eine vorgegebene Reihe an Charakteren – gäbe es deutlich bessere Kriterien, mit denen Uhura charakterisiert werden könnte. Von den knappen Sixties-Kostümchen einmal abgesehen, wird in TOS tatsächlich Kirk regelmäßig sexualisiert dargestellt. Aber dazu ein andermal mehr.

Rote Lippen, offener Mund, welche Frau läuft nicht dauernd so rum?

Die folgende Werbung habe ich beim Werberat eingereicht, nachdem sich einige Menschen darüber aufgeregt haben. Dieser sieht von weitergehenden Maßnahmen ab, da die Darstellung nicht sexualisiert sei. Auf meinen Vorwurf der Objektifizierung mit all ihren negativen Konsequenzen geht niemand ein. Ich frage mich, welche Kompetenz der Werberat eigentlich zum Thema Diskriminierung hat.

Ein rot geschminkter Mund, geöffnet, darüber die Aufschrift OFFEN!

Feedback gerne an den Werberat.

Parfüm, Getränke, Kleidung: Shit you should not buy

Die Parfümmarke Lolita Lempicka macht ihrem Namen alle Ehre und propagiert in der Kampagne zu „L’Eau Jolie“ neben der Sexualisierung junger Mädchen auch den gefährlichen Mythos der „unabsichtlichen Verführungskräfte junger Mädchen, die gar nicht wissen, dass sie unwiderstehlich sind“. Kampagnenstar ist Elle Fanning, die vor einem Monat ihren 15. Geburtstag feierte. Das Parfüm ist im Übrigen für „pretty girls“.
Beschwerden: Mail-Kontakt, @PLolitaLempicka, auf Facebook.

Villeroy und Boch kramt uralte Geschlechterklischees raus: Frauen trinken „weiche“ Weine aus „bauchigen“ Kelchen, maskuline Weine sind „fordernd“ und „spritzig“.
Beschwerden: Mail-Kontakt, @villeroyundboch, auf Facebook.

Drag ist künstlich und ein Mann also viel schöner, wenn er „natürlich“ durchs Leben geht. Der neue Bionade-Spot zementiert ebenfalls das Bild des cis-gender Mannes.
Beschwerden: Mail-Kontakt, @bionade_gmbh, auf Facebook.

Auch Flensburger Pilsner hat mich als Kundin verloren. Statt in Bier muss ich als Frau demnächst in Feuchtigkeitscreme investieren.
Beschwerden: Mail-Kontakt. [Update, 20. Mai: Flensburger Pilsner bedauerte auf Nachfrage die Etiketten, die von der Geschenkkrüge-Firma stammten und nicht autorisiert wurden.]

Das Klischee, Männer seien alle „einfach“, stirbt auch bei Bacardi nicht aus.
Beschwerden: Mail-Kontakt, auf Facebook.

Werbeplakat von Bacardi: Weil Männer einfach gestrickt sind.

Tchibo fasst die 54 Länder Afrikas von Ägypten über den Kongo bis Südafrika mal wieder zusammen. Eine Giraffe reicht auch und die Bildauswahl rettet nicht, sondern macht alles noch schlimmer.
Beschwerden: Mail-Kontakt, @Tchibo_presse, auf Facebook.

Beim Deutschen Werberat beschweren.

Wenn man nicht mehr weiter weiß, einfach zuschlagen (TW)

Der Bonner Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) hat ein Problem damit, dass manche Menschen von Studierenden statt Studenten sprechen. „Leben und leben lassen“ böte sich da natürlich an. Aber nicht im Wahlkampf zum Studierendenparlament und den Uni-Gremien (ab dem 14. Januar wird gewählt). Da wird das Kampfthema „Gendern“ rausgeholt und auch gleich passend illustriert.

Comic-Panel, in dem Batman Robin ins Gesicht schlägt, dazu Wahlwerbung für den RCDS

„Statt über Grammtik und gendergerechte Sprache reden wir über Inhalte.“ heißt es da. Von denen ist allerdings nicht viel zu sehen. Stattdessen schlägt Batman Robin ins Gesicht und bellt ihn an: „STUDENTEN!“ Gesprochen wird also weiter über (nicht-)geschlechtergerechte Sprache, von Inhalten ist nichts zu sehen, dafür körperliche Gewalt. Aber wer will da schon kleinlich sein?

So will der RCDS gegen „den Gender-Wahnsinn“ vorgehen und verwendet, ganz hipster-flockig, ein beliebtes Meme. Vielleicht hätte man da noch einmal recherchieren sollen. Das ursprüngliche Bild entstammt einer “Imaginary Novel”, in der Batman eine Zwangsstörung entwickelt. In dieser alternativen Realität hält er Superman für den Mörder seiner Eltern. Er schlägt Robin, als dieser versucht mit ihm zu reden, und löscht anschließend sein Gedächtnis aus.

Beschämender sind da nur noch die Facebook-Kommentare: „Ich hoffe auf ähnlich handfesten Einsatz während der Wahlwoche ;)“, „SEHR STARK! GLÜCKWUNSCH!“ oder „da muss ich auch als LHG-Mann den Hut vor ziehen ;)“ Endlich macht mal einer wieder Witze, dass man auf politische Korrektheit mit Gewalt antworten muss, hihi, zwinker zwinker – denn wir wissen ja, dass ihr wisst, dass wir das eigentlich besser wissen. Aber warum besser machen, wenn es auch daneben geht?

Beschweren kann mensch sich bei info@rcds-bonn.de und auf der Facebook-Seite des RCDS – der dortige Kommentar der Fraktionsvorsitzenden ist leider das übliche wir haben auch eine Vertreterin im Gleichstellungsbeirat, wir können gar nicht sexistisch sein!!einself! und „Dieses Plakat ist ein Aufruf dazu, sich auf die hochschulpezifischen Themen zu konzentrieren, die absolute Priorität haben.“ Priorität für den nächsten Wahlkampf: Gleich die Themen aufs Plakat drucken.

Icke im Fernsehen (aber nur auf Arabisch)

Am Dienstag war ich zu Gast bei Shabab Talk, einer Jugendsendung des Deutsche Welle TV und dem ägyptischen Sender Al-Hayat. Jetzt zum Nachschauen online (und hoffentlich eines Tages auch auf Deutsch erhältlich). Thema der Sendung war sexuelle Belästigung und ich freue mich sehr, die Gründerin von harassmap.org, Rasha Hasan, kennengelernt zu haben. Das in der Sendung gezeigte Diagramm enthält übrigens Zahlen aus dieser Studie des Bundesministeriums für Frauen und Familie zur Situation in Deutschland.