Eheöffnung für (fast) alle – same procedure as always

Eine Wand mit beleuchteten Ikea-Kisten in Regenbogen-Farben

Im Nebensatz hat Angela Merkel am Montag abend vermutlich endlich eine breite Öffnung der Ehe über „Mann und Frau“ hinaus ermöglicht, doch eine „Ehe für alle“ ist damit nicht automatisch gegeben. Je nach Gesetzestext werden intersexuelle Menschen ausgeschlossen, die in Deutschland nicht mehr zwangsläufig ein Geschlecht zugewiesen bekommen. Eine vermeidbare Situation, würden Gesetze rund ums Thema Geschlecht endlich durchdacht.

Wie Lena Schimmel gestern auf Twitter anmerkte, heißt es im Entwurf des Bundesrats von 2015:

Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen.

Mit dieser Formulierung wird voausgesetzt, dass es zwei (oder mehr) Geschlechter gibt und Personen eines davon haben. Bereits 2013 wurde allerdings das Personenstandsgesetz (PStG) § 22 Fehlende Angaben um den folgenden Absatz ergänzt:

(3) Kann das Kind weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden, so ist der Personenstandsfall ohne eine solche Angabe in das Geburtenregister einzutragen.

Dass die Änderung des Personenstandsrechts Intersexen gar nichts bringen könnte, hatten Betroffene nach der Änderung bereits kritisiert. Keinen Geschlechtseintrag zu haben könne Kinder stigmatisieren. so die Befürchtung. Die Gesetzesänderung beruhte auf der Empfehlung des Deutschen Ethikrates – die allerdings eine dritte Geschlechtskategorie vorsah sowie die Möglichkeit, Kindern kein Geschlecht zuzuweisen, bis sie sich selbst entschieden hätten. Anschließend, fast auf den Tag genau vier Jahre her, lehnten CDU/CSU und die FDP Oppositionsanträge ab, mit denen SPD, Grüne und Linke kosmetische Genitaloperationen an Kinder verbieten und die Praxis historisch aufarbeiten wollten – zwei Hauptforderungen der Intersexen-Bewegung.

Was also ist mit Personen, die keine Angabe zum Geschlecht machen können oder wollen? Damals merkte die taz an, es seien in der nächsten Legislaturperiode sicher einige Gesetze anzupassen, die bisher nur von Männern und Frauen sprachen. Nun sind wir am Ende dieser Periode angelangt und es wird deutlich, dass seither nichts passiert ist. Noch viel schlimmer: Wird der Gesetzestext so verabschiedet, wird ausgerechnet beim Schlagwort der Ehe für ALLE ein Teil der Bevölkerung vergessen. Da war die vorige Bezeichnung „Homo-Ehe“ noch deutlich ehrlicher. Die gibt es übrigens bereits seit neun Jahren in Deutschland, weil Teile des Trans­sexuellen­gesetzes wie Zwangsscheidungen nicht mehr angewendet werden dürfen. Auch hier wird seit 12 Jahren rund um das Thema Geschlecht nur stückchenweise und ohne Rücksicht auf Betroffene reformiert.

Dieses schrittweise, gern widersprüchliche Vorgehen ist umso ärgerlicher, weil es immer wieder um dieselben Menschenrechte wie Gleichbehandlung, körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung geht. Sie müssen wiederholt eingefordert werden, statt sie einmal universell umzusetzen und sich danach viele Probleme zu ersparen.

Aber was soll man erwarten, wenn eine Gesetzesänderung nur kommt, weil die Kanzlerin bei einem Medientalk eine Publikumsfrage beantwortet?

[PS: Neben dieser Kritik gibt es bei „Ehe für alle“ auch die Frage nach rechtlicher Absicherung polyamorer oder nicht-romantischer Beziehungen.]

[PPS 1.7.17: Der Ratgeber des Lesben- und Schwulenverbands weist darauf hin, dass verheirateten Frauen nicht automatisch beide als Eltern eingetragen werden, wenn sie ein Kind bekommen. Dagegen sind Männer automatisch Väter, wenn ihre Frau ein Kind bekommt, ungeachtet der biologischen Zeugung.]

Engagieren gegen den Rechtsruck – nur wie?

Aktuell erklären deutsche Medien gerne, gegen die zunehmend rechten Tendenzen in der Gesellschaft bräuchte es mehr Engagement aus der bürgerlichen Mitte. Doch wer bei Bürgerinnen und Bürgern ansetzt, hat nicht verstanden, wie das Internet in den letzten zehn Jahren unsere Gesellschaft verändert hat. Und übersieht die Verantwortung von Politik und Medien.

Grafitti auf einer hellen Wand: FIGHT SEXISM

Seit Tagen schwirrt mir dieser Text im Kopf herum und immer, wenn ich ihn aufschreiben möchte, überlege ich es mir anders. Ich habe keine Lust, auf das, was danach passiert. Mein Bekanntenkreis wird müde mit dem Kopf nicken, bei Facebook vielleicht “Like” klicken und irgendwann eine private Nachricht schreiben „Respekt, dass Du das immer noch machst.“ Das. Das Engagieren, obwohl auf der anderen Seite des Internets der Hass herrscht.

Vor rund zehn Jahren war alles noch anders. Da begannen wir zu bloggen und zu kommentieren – gegenseitig und auch die Medien eröffneten Kommentarspalten. Doch es dauerte nicht lange, bis die Ersten vor dem Hass warnten, der sich im Internet Bahn zu brechen versuchte. Sprüche, die offline vielerorts verpönt sind, wurden online wieder offen geäußert. Die Utopie eines besseren Ortes zerfiel zusehends als klar wurde, dass selbst die Grundwerte des menschlichen Umgangs im Internet neu ausgehandelt werden mussten.

Leider haben viele Medien die zerstörerische Kraft der Hass-Kommentare zu lange unterschätzt. Eine laut brüllende Minderheit hat hart daran gearbeitet, dass neben ihnen selbst nur die übrig bleiben, denen alles egal ist. Wenn Facebook jetzt mehr Zivilcourage fordert, fehlt das Vertrauen, mit der Zivilcourage nicht am Ende alleine im Regen der Beschimpfungen zu stehen. Genauso sieht es bei den großen deutschen Medienplattformen aus.

Dann ist der Hass aus dem Netz zurückgeschwappt in die politischen Diskussionen der Offline-Welt. Die menschenverachtenden Aussagen rechter Gruppen und Parteien bekamen Nachrichtenwert. In ihrer eskalierenden Rhetorik gibt es derzeit scheinbar keinen Tiefpunkt, ab dessen Unterschreiten die Talkshoweinladungen ausbleiben, ab dem der Verfasser oder die Verfasserin sich für den demokratischen Prozess disqualifiziert hat.

In diesem Klima mehr Engagement zu fordern bedeutet zum Einen, die Konsequenzen nicht zu verstehen. Zum Anderen unterschlägt es die ehrenamtliche Arbeit, die viele Mitmenschen im vergangenen Jahr geleistet haben. Wer wochenlang Kleiderspenden sortiert, einen Sprachkurs organisiert oder eine geflüchtete Familie bei sich aufgenommen und begleitet hat, soll jetzt auch noch die Kommentarspalten der Republik retten?

Während diese Menschen beschäftigt waren, haben die hasserfüllten Schreihälse die politischen Debatten besetzt und Medien und Politik sind weitestgehend mitgegangen. Nun brennen in Deutschland täglich Heime für Asylsuchende (und alles, was danach aussieht), aber verurteilt wird kaum jemand. Längst ist klar, dass viele Täter_innen schon vorher offen rechtsextrem und damit kaum „unaufällig“ waren.

Heute stellt der deutsche Bundesinnenminister dann die Kriminalitätsstatistik vor, nach der es mehr als doppelt soviele rechtsmotivierte Straftaten gibt, die auch noch fast doppelt so stark gestiegen sind, wie die linksmotivierten. Seit Jahren zieht sich der Prozess gegen Beate Tschäpe wegen der Morde und Überfälle des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) hin, aber fünf verstorbene Zeug_innen und die vernichteten Akten des Verfassungsschutzes lassen Aufklärung unwahrscheinlicher denn je aussehen.

So haben sich stückchenweise öffentliche Debatten und die Grenze des Sag- und Machbaren verschoben und Politiker_innen und Medienleute haben mitgemacht – weil sie den Prozess nicht erkannt haben oder aus Angst, nicht ausgewogen zu berichten. Doch zu Politik und Berichterstattung in einer Demokratie gehört, selbst für ihre Eckwerte einzustehen und Verantwortung zu übernehmen. Das fängt bei unmoderierten Kommentarspalten an und endet bei der Frage, wie über gezielte Provokationen von rechts und fehlende Konsequenzen von eindeutigem Politikversagen berichtet wird. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können wir uns wieder über die Verantwortung der Einzelnen unterhalten.

[PS: Diesen Text schrieb ich im Mai und ließ ihn dann in meinen Entwürfen. In der aktuellen Debatte erscheint er mir wieder hochaktuell, weshalb ich ihn jetzt doch veröffentliche. Ergänzt wurde der letzte Absatz.]

On sexual abuse in Germany

You might have read my posts on Twitter on the shitty German laws when it comes to sexual abuse and worse. While many people (even anarchists) call for law enforcement right now to help them form an opinion, this is the worst idea. Coming with a trigger warning, here’s why:

You’ve probably also read the stories on jacobappelbaum.net. There’s a fair chance some events took place in Germany but unfortunately, right now, I don’t think any of this would lead to a sentence. Yes, forced kisses, even forced intercourse are not necessarily punished by the courts. How bad is it?

Right now, there’s an ongoing case of one woman who was sentenced to pay 24,000 Euros because she lost her case and was accused of false accusations. The attackers taped their assault and it was sent to media outlets as a „rape tape“. Many people who saw it, went to the police. But Gina-Lisa Lohfink only said “stop it” a couple of times and looked like she might pass out and right now, that’s not enough for a conviction. Add to that, that she’s a reality TV star and promoted safer sex for an erotic fair and you get press coverage full of slut-shaming.

Germany has also hotly debated the case of a teenage girl in 2012. She went to see a friend who was visited by her ex-boyfriend and another friend, too. The guy was known to be violent. At one point, he sent the women into the basement to have sex with the girl. She said „no“ but again, that was not enough for the court to rule it a rape. Because he did not lock the flat and she could have tried to run away. She didn’t because she was afraid and for good reason: he later beat up his ex-girlfriend. A crime, for which he was actually sent to jail.

If you look for cases when a rapist gets sentenced, it’s really the worst of the worst. When a guy explicitly tells a 13-year-old it’s either sex or he is going to beat up her boyfriend. Or when the victim jumps out of the window to flee after the attack.

The law requires a rape to be violent but law enforcement personnel usually only has a blurry concept of this violence, as law professor Ulrike Lembke stated in 2011. While there are 30 years of research on sexual abuse, police, prosecutors and jugdes still rely on gender stereotypes, sex myths and victim-blaming tropes, according to her. Yet, attitudes are changing. In 1997, raping your spouse was finally criminalized. But as more victims have come forward, conviction rates have dropped. About 20 years ago, 21.6% of reported rapes led to a conviction. In 2012, the number was down to 8.4% and, as Lembke noted, sentences were often quite lenient.

German feminist activists have called for a law reform for some time. The debate was picked up again after the events in Cologne on New Year’s Eve and other cities. Groups of men were apparently pick-pocketing and assaulting women. Since then, the country has discovered that only one of these accusations is actually a crime. And because many attackers were described as non-white the law on asylum seeking has been tightened while groping is still legal and wasn’t even included in the latest reform draft.

So, if you want to rely on German law enforcement to tell you when someone did something wrong, you’re looking at a broken system that has been failing victims of sexual assaults for years. You’re even putting them in danger of being sued for defamation. Do you really want that?

PS: It’s different at workplaces. There, you can be sued for putting a pin-up calendar on the wall or even making a sexual joke.

Computermuseum in Paderborn: Am Anfang war Ada

Letztes Wochenende war ich im Heinz-Nixdorf-MuseumsForum um die Ausstellung „Am Anfang war Ada“ über Pionierinnen der Computergeschichte anzuschauen sowie die Daueraustellung über Computergeschichte. Dazu hier gleich zwei Premieren: meine Bilder von Snapchat, hochgeladen als Story bei YouTube (inklusive dem am wenigsten furchtbaren Vorschaubild).

Eine ausführliche Rezension mit weiteren Bildern gibt es schon bei Femgeeks. In der Dauerausstellung sind mir, neben der äußerst knappen Abhandlung der Pionierinnen, noch weitere Kritikpunkte aufgefallen:

  • Dort wird das Wort „taubstumm“ verwendet, was nicht mehr zeitgemäß ist. Die meisten gehörlosen Menschen sind nur taub, nicht stumm.
  • Die Rolle der automatisierten Informationsverarbeitung im Dritten Reich wird quasi mit einem Satz abgefrühstückt, neben einem hübsch anzusehenden Arbeitsstubendeko. Neben der Hollerith-Maschine hängt ein Bild zur Volkszählung der Nazis, aber die Bedeutung der systematischen Erfassung der jüdischen Bevölkerung bleibt unklar.
  • An einer Wand neben den Schreibmaschinen hängt eine Sammlung an Postkarten aus den 20er Jahren, mit (Werbe-)Motiven über faule, heiratsgeile Sekretärinnen. Mindestens ein Bild zeigt auch Gewalt gegenüber einer Frau. Diese Bilder sind in keiner Weise kommentiert, um die Darstellungen einzuordnen, sondern sollen selbst die Einordnung der Exponate ermöglichen. Das wird, nachdem ich mich beschwert habe, jetzt überdacht.

Insgesamt hatte ich einen unterhaltsamen Nachmittag, habe viel gesehen und mich über 2 Raspberry Pis in einem Museum gefreut. Einiges, wie die alten Schreibmaschinen und Diktiergeräte, finde ich einfach faszinierend. Anderes, wie die nicht ganz so alten Handies und Taschenrechner zeigt, wie schnell sich derzeit unsere Gesellschaft verändert.

Wer noch die Ada-Ausstellung besuchen möchte, hat bis zum 10. Juli 2016 Zeit. Wer darüberhinaus über Informatikerinnen lernen möchte, sollte die Webseite des Projekts „Frauen-Informatik-Geschichte“ durchklicken. Die Exkursion wurde organisiert vom deutschen ingenieurinnenbund.

Das Manifest gegen den Alptraum

Grüner Hintergrund mit Aufschrift #Ausnahmslos

Das Jahr ist keine zwei Wochen alt und manchmal fühlt es sich bereits wie ein absoluter Alptraum an. An Silvester sind in einigen deutschen Städten Übergriffe geschehen, die mich seit jeher großstädtische Silvesterfeiern meiden lassen. Menschen warfen Böller und Raketen auf andere Menschen, Männer betatschten Frauen. Am Neujahrsmorgen schreibt die Polizei, alles sei normal gewesen.

Bei einem anderen Fest ist mir trotzdem so etwas passiert. Ich wartete alleine auf Freund_innen, die noch die letzten Minuten eines Konzerts anhörten. Während ich die Aushänge der örtlichen Tageszeitung studierte, boxte mir ein Mann in den Hintern. Ja, boxte! Als ich mich umdrehte, sah ich zwei Männer. Aus heute unerfindlichen Gründen rief ich ihnen hinterher. Sie versuchten erst, die Schuld einem jungen Schwarzen Mann in die Schuhe zu schieben, der aber einige Meter weit weg war. Anschließend entschuldigte einer der Beiden seinen Kumpel, der sei schließlich Ausländer. Österreicher. Haha. Unter grölendem Lachen zogen sie von dannen. Niemand hatte eingegriffen. Nachdem schon Jahre zuvor ein Veilchen nur zum Fallenlassen meiner Anzeige gereicht hatte, habe ich damals nichts mehr gemacht. Ich musste mir sogar noch von einem Freund anhören, ich solle mich nicht so darüber aufregen.

Was genau nun in Köln und den anderen Städten passiert ist, ist immer noch nicht rekonsturiert. Rasche Aufklärung wird gern gefordert, aber mit den (vor)eiligen Schlüssen schon debattiert. Ob und in welcher Form den Betroffenen geholfen wird, steht auch nirgendwo. Klar scheint nur zu sein, dass irgendwann jemand beschloß, endlich einmal die Anzeigen ernst zu nehmen. Und das viele der Anzeigen Täter beschrieben, deren Aussehen „nordafrikanisch“ oder Schwarz oder arabisch… jedenfalls nicht weiß war.

Seither ist diese absurde Debatte entbrannt, in der Menschen für Frauenrechte plädieren, die eben noch Blusenknöpfe als Auslöser für Übergriffe sahen und jetzt schon wieder Feministinnen sexualisierte Gewalt androhen, weil diese sich angeblich nicht gegen sexualisierte Gewalt ansetzen. Meine sieben Jahre Aktivismus, sieben Jahre Texte, Interviews und Aktionen sind auf einmal wie weggeblasen, weil ich nicht auf Kommando Stöckchen werfe.

Bevor eine sich umgucken kann, ist der Debattenkarren dann weitergeschoben. Schnellere Abschiebungen, mehr anlasslose Personenkontrollen und mehr Überwachungskameras sollen es richten. Übersetzt gesagt: mehr Rassismus, mehr Menschenfeindlichkeit und mehr Misstrauen. Die anlasslosen Personenkontrollen sind in Deutschland synonym mit rassistischen Kontrollen von Menschen, die nicht weiß aussehen. Sie stellen diese Menschen unter Generalverdacht und zeigen ihnen deutlich, dass sie sich jederzeit für ihre Existenz in diesem Land rechtfertigen müssen. Mehr Überwachungskameras? Mit den vorhandenen Kameras ist bereits ein Datenberg entstanden, der kein Verbrechen verhindert hat, aber viel Zeit für die Aufarbeitung benötigt.

Außerdem habe ich in den letzten Tagen in verschiedenen Städten massive Polizei­aufgebote gesehen. Hat die Polizei in einer Woche gelernt, Übergriffe durchgängig ernst zu nehmen? Geht das so schnell, wenn es sein muss? Selbst wenn – sexualisierte Übergriffe sind in Deutschland vielfach gar nicht strafbar. Der Griff an die Brust oder in den Schritt ist völlig legal. Bestraft wird schnell, wer sich dagegen wehrt. Ein Punkt, der derzeit allzu gerne ausgeblendet wird.

Stattdessen holt Heiko Maas einen alten Gesetzesvorschlag aus der Schublade, der so kurz greift, dass niemand behaupten kann, dort würden feministische Forderungen erfüllt. Der vom Kanzleramt (Chef: Peter Altmeier) erst vor wenigen Monaten abgesägt wurde, obwohl selbst die CDU das durchaus wollte. Der Entwurf schließt eine Lücke, die seit 2012 für viele Debatten und feministische Aktionen gesorgt hat. Ein 31-Jähriger wurde freigesprochen, weil die 15-jährige Betroffene nur Nein sagte und die Tür nicht abgeschlossen war. Am gleichen Abend hatte er eine Frau verprügelt, wofür er später verurteilt wurde, und das Mädchen wusste davon.

Jetzt hat sich die Debatte verdichtet. Leider soweit, dass statt der lange vorhandenen feministischen Forderungen nur rassistische Vorurteile und Überwachungsfantasien über bleiben. Das kann es nicht sein, dabei darf es nicht bleiben. Daher: Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall. #ausnahmslos

Huch, 2015 ist rum.

Na gut, das hätte ich schon beim letzten Beitrag bemerken können. Ein neuer Job in einer anderen Stadt – dieses Jahr war erst recht anstrengend und ich musste meine Energie in die Veränderungen stecken. Das Blog ist dabei etwas kurz gekommen.

Vor strahlend blauem Himmel der Blick über die Dächer der Altstadt von Tunis.

Veranstaltungen: Warum so viele Blogger_innen nicht mehr bloggen, haben wir uns beim Young Media Summit Reloaded gefragt. Vier Jahre nach Kairo wurden die Ehemaligen spontan zum Jahresende nach Tunis geladen. Leider waren die mir bekannten Gesichter durch verschiedene Umstände begrenzt – neben der Kurz­fristigkeit gibt es Visumsstreitigkeiten zwischen Tunesien und Ägypten und ein Teil der ehemaligen Teilnehmer_innen sind inzwischen Flüchtlinge, für die erstmal keine Bewegungsfreiheit gilt. Es gab also umso mehr Leute kennen zu lernen und viele weitere neue Fragen. So arbeitet etwa die tunesische Zivilgesellschaft an ihrer Demokratie, inklusive der Erkämpfung von Minderheitenrechten. Weiterhin sind Überwachung „gegen den Terror“ und die Einschränkung von Freiheitsrechten in allen Ländern aktuelle Themen. Mehr über das Summit hat vor allem Urmila gebloggt. Ich war ansonsten vor allem beruflich unterwegs (Maker Faires!) und immerhin einmal fast zu Hause, in Kiel.

Ein gehäkelter Cupcake mit rotem Topping steht neben einem Groot-Bäumchen in einem weißem Topf und einer blauen Fliege mit weißer und blauer LED.Selbermachen: Dass ist nun zum Glück mein Job und im einschlägigen Magazin findet ihr diverse Basteleien. Besonders begeistert hat mich die magnetische Klebefolie, die mein Whiteboard nicht nur mit Tasten sondern auch Wäsche­klammern und Post-It-Stapeln befüllt. Alternativ eignen sich Heißkleber und Neodym-Magnete. Privat habe ich, nach nur über einem Jahr, endlich ein Album der Chinareise zusammengestellt und meinen Kleiderschrank beleuchtet. Außerdem habe ich einen Cupcake gehäkelt, weitere Katzenschuhe gemalt und einen Bow-tie beleuchtet. Schließlich gibt es neue Weihnachtsdeko und mit Porzellanstiften lassen sich prima Weihnachtsgeschenke zaubern. „Nur“ geschenkt bekommen aber selbst eingepflanzt: Baby Groot!

Lila leuchtende Kopfhörer mit KatzenohrenCrowdfunding: In Zeiten von Lieferungen am nächsten Tag sind die Schwarm­projekte fast schon anachronistisch. Aber auch keine echten Bestellungen, denn viele klappen eh nicht. Dieses Jahr kamen meine leuchtenden Katzen­ohren­kopf­hö­rer und das Blinkblink-Set. Im Januar soll der stark ge­hyp­te, auf den zweiten Blick vermutlich komplett nutzlose Loon­cup geliefert werden. Seit dem Erreichen des Funding­ziels gibt es aber noch kein Update. Immerhin: Der Unter­haltungs­faktor ist nicht zu unter­schätzen.

Wiederfinden: Schon zum zweiten Mal habe ich jetzt die Zeit zwischen den Jahren genutzt, um Kram meiner Kindheit zu sortieren. Mitnehmen oder wegwerfen? Jedes Mal finden sich längst vergessene Schätze, fragwürdige Prosa und Unmengen an Bildern. Letztere hätte ich gerne digital. Das geht bei Bildern noch halbwegs einfach, bei Negativen wird es schon komplizierter. Noch gar nicht weitergekommen bin ich bei einigen großen Postern.

Gesundheit: Zum Body Positive Practice Month habe ich dann nicht mehr viel ge­schrieben. Vielleicht, weil ich am Ende einsehen musste, dass ich mich doch in die Untiefen unseres Gesundheitssystems begeben muss. Das ist wie erwartet zäh und nervenaufreibend, homoöpatisch betrachtet quasi die Erstverschlimmerung. Und während ich hadere mit der Bürokratie und Wartezeiten und dem Klassen­unter­schied der Kassen läuft im Kino Werbung für ein Krankenhaus. Finanzielle Pri­ori­tä­ten im Gesundheitssytem.

Papierzettel mit Chinesisch-ÜbungenLernen: Wer wenig Zeit hat, findet neue Prioritäten. Eine sollte sein, endlich meine Chinesischkenntnisse voran­zu­treiben. Das hat erstaunlich gut geklappt. Regelmäßigs Vokabellernen führt zu Erfolgserlebnissen. So gut, dass ich diesen Monat ein weiteres altes Ziel ausgegraben habe und auf Duolingo Esperanto gamifiziere. Ansonsten habe ich mich auf Podcasts verlegt, das passt zum Pendeln. Backtalk von Bitch Media hätte ich gerne auf Deutsch. Ich würde es sogar gern selber machen – nur wann und überhaupt? Das gleiche gilt für Projekte wie Roboism, nun da die Nrrrdz Adieu gesagt haben. Ach ja, in den Vereinsvorstand des Stratum hatte ich mich ja auch wählen lassen. Das sei nicht so viel Arbeit hieß es… Das war es dann doch, in einer für mich neuen Position. Vielleicht wird es mit mehr Erfahrung nun einfacher. Also auf in 2016.

Filme! Angeschaut in 2015

Dieses Jahr war freizeitlich knapp bemessen – deshalb habe ich Kurzfilme wieder entdeckt und vor allem Dokus gesehen. Die ersten beiden Empfehlungen kommen von Black Nerd Girls, ansonsten war auch BitchFlicks wieder eine Quelle. Fast alle Filme sind umsonst im Internet anzusehen.

  • OowieWanna
    Eine fantastische Reise – im Waschmaschinensalon.
  • Spark
    Mehr Sci-Fi von der gleichen Regisseurin.
  • Oya: Rise of the Ascending
    Mit dem Kurzfilm will Nosa Igbinedion beweisen, dass Afro-Sci-Fi auch im Bewegtbild gefragt ist.
  • Metroid: The Sky Calls
    Und wie könnte wohl ein Film zum Spiel aussehen? Rainfall Films hatten vor einer Weile schon einen Wonder WomanKurzfilm rausgebracht.
  • Yolk
    Über die Sexualität von Menschen mit Behinderungen wird selten gesprochen, umso wichtiger ist dieser Film.
  • Yellow Fever
    Ng’endo Mukii untersucht in ihrem Kurzfilm, wie das Erheben weißer Haut und glatter Haare zur Schönheitsnorm das Selbstbild Schwarzer  Mädchen beeinflußt.
  • Conventional
    Was macht Karen Gillan eigentlich, seit sie nicht mehr Amy in der TARDIS spielt? Eigene Filme über alternde Schauspielerinnen zum Beispiel.
  • The Queen of Code
    Und Gillian Jacobs (aus Community) hat eine Kurzdoku über Grace Hopper gedreht, die unter anderem den ersten Computer-Bug dokumentierte.
  • CodeGirl
    Mädchenteams aus aller Welt programmieren in dieser Doku um die Wette. Nach seiner Premiere noch umsonst anzusehen, kostet der Film inzwischen Geld.
  • Toms: The Complex World of Female Love in Thailand
    Ein weiterer Blick über den Tellerrand.
  • HipHop Hijabis
    Al Jazeera begleitet ein Duo Schwarzer, muslimischer Rapperinnen.
  • She Makes Comics
    Wer diese Doku über und mit Comiczeichnerinnen sehen möchte – ich habe aufgrund eines Problems beim Bestellen eine DVD über und keinen DVD-Player.
  • Slimy Piece of Worm-Ridden Filth
    Als Vorbereitung auf den nächsten Film ein Rückblick, wie Jabba the Hutt animiert wurde.
  • Star Wars: The Force Awakens
    Very well done, would watch again.
  • Mad Max: Fury Road
    Vorsatz für 2016: Endlich die Namensänderung in Furiosa beantragen.

Star Wars – ein trek-inspiriertes Review

Ein Darth-Vader-Aufsteller hält eine Schüssel mit Schokoriegeln. Daneben steht eine Vase mit einem schwarzen Schimmelpilz aus Stoff.

Ja, der neue Star Wars-Film lohnt sich. Das sage ich als Trekkie, die vor dem Erwachen der Macht leider noch den Trailer für Star Trek Beyond sah und ich mich ein weiteres Mal fragte, was für ein herumliegendes Skript Abrams dieses Mal auf Kirk & Co. umgeschrieben hat.

Dagegen ist der 7. Film der Star-Wars-Reihe nicht nur ein guter Actionfilm sondern auch fühlt sich auch wieder star-warsig an. Was natürlich heißt: eine Familiensaga, die in einen ewigen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit eingebettet ist.

[Der folgende Text kann Spoiler enthalten.] Weiterlesen

#Hebammen: Die würdelose Ideenlosigkeit von Politik und Krankenkassen

Ein Koffer mit medizinischen Werkzeugen.

CC BY 2.0 Roberto Verzo

Unter dem nur halb passenden Titel “Hebammen in Not – Hausgeburten vor dem Aus?” ging es am 8. Juli eine Stunde um die aktuelle Situation der Hebammen. Neben Umfragen und Elterngesprächen gibt es auch ein Gespräche mit Katharina Jeschke, Präsidiumsmitglied des Deutschen Hebammenverbands, Edgar Franke (SPD), Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Bundestag, und der stellvertretenden Pressesprecherin des Spitzenverbandes der Krankenkassen, Ann Marini. Gleich ab Minute 4:50 sagt diese, dass freiberufliche Hebammen in Deutschland vielleicht einfach alle ihren Beruf an den Nagel hängen sollten. Weil es kein Geld gibt. Die Hebammen müssten sich fragen „lohnt sich das finanziell?“.

Eine Aussage, die erstmal so stehen darf, bis ein Anrufer(!) nachfragt und darauf hinweist, dass doch der Spitzenverband der Krankenkassen eine gesellschaftliche Verantwortung hat und auch die Gebührenordnung mitgestaltet. Da windet sich Frau Marini heraus, die Hebammen müssten das halt durchrechnen – was durchaus klingt, als seien Hebammen entweder zu doof zum Rechnen oder zu faul. Dass die Rechnungen des Spitzenverbands unrealistisch sind, hat der Journalistinnenbund bereits nachgerechnet. Außerdem, so Marini, sollten die Hebammenverbände bessere Konditionen aushandeln. Edgar Franke erklärt das ebenfalls. Unerwähnt bleibt, dass es sich bei den Hebammenverbänden und dem Spitzenverband um sehr ungleich große und mächtige Verhandlungspartner handelt.

Was zusätzliche Arbeit bedeutet: Neben den finanziellen Verhandlungen sind auch eine Reihe an weiteren medizinischen Regelwerken in der Diskussion sowie die ungeklärten Rahmenbedingungen des Sicherstellungszuschlags. Besonders debattiert wurden in der Sendung dann die Qualitätskriterien für Geburtshäuser und zukünftig Hausgeburten. Die sind wissenschaftlich nur bedingt abgesichert, da Geburtshilfe ein schlecht erforschtes Feld ist. Neu hinzu kommen soll die Einschätzung von Frauenärzt_innen, die damit auch in die Haftung genommen werden könnten. Auf der „anderen“ Seite, nach der Geburt und bei Geburtsfehlern wird es den „Regressverzicht“ und damit eine Unterscheidung zwischen grober und einfacher Fahrlässigkeit. Eine Entscheidung des Bundestags und etwas, dass so noch nirgendwo in der Medizin vorgenommen wird. Laut dem Westen kein Anreiz, wieder neue Haftpflichtversicherungen einzuführen (es gibt inzwischen nur noch ein Angebot) – aber eine Steilvorlage für Gerichtsprozesse zwischen Kassen und Hebammen bei jedem Schadensfall. Das bleibt unerwähnt, genau wie die Angst vieler Hebammen, auch um Sicherstellungszuschläge und Qualitätskriterien ständig vor Gericht zu stehen.

Ein weiterer Anrufer hakt nach, wie die Hebammen künftig die Vorsorge und Wochenbettbetreung stemmen sollen? Hier, wie an anderer Stelle, erklärt Marini, die Freiberuflichkeit sei ein Problem. Den Versorgungsauftrag hätten die Hebammen und Kliniken, die müssten sich nun kümmern, das Wochenbett zu betreuen, sie selbst und die Krankenkassen hätten keine Ideen. Aber es gäbe nicht zu wenige Hebammen, sondern nur ein Verteilungsproblem. Jeschke hält später dagegen: Maximal gäbe es eine Hebamme auf 65 Gebärende, in Norwegen eine Hebamme für nur 15 Gebärende. Wie also könnte individuelle Geburtsbegleitung aussehen? Die Frage bleibt unbeantwortet.

Spätestens jetzt wird deutlich, wie die Hebammenfrage ein Vorzeigebeispiel für die Politik Angela Merkels ist. Getan wird nur das Allernötigste, politische Visionen fehlen. Was es gibt, ist des Begriffs Vision nicht würdig: Wer aufgibt, hat nicht hart genug gearbeitet oder wohnt am falschen Ort. Es fehlt der Blick für Geschlechtergerechtigkeit, wenn die aufgebenden Hebammen oft selbst Mütter sind. Die intime Arbeit der Geburtsbegleitung soll vom Kapitalismus gelöst werden; irgendwer müsse nur das Geschäftsmodell entwickeln. Vielleicht tut er das irgendwann, aber von Haarshampoo bis Diätzeitschriften verkauft der Kapitalismus Frauen seit Jahrzehnten vor allem Dinge, die er vorher als Defizite ausgemacht hat. Das lässt nichts Gutes ahnen für die Geburtsbegleitung. Wer bis dahin den Beruf aufgegeben hat oder von der Geburt traumatisiert wurde, hat halt persönlich Pech gehabt. Die Menschenwürde der Einzelnen fällt unter den Tisch, seien es die Mütter, die Väter, die Babies, die Hebammen oder Geburtspfleger.

Neben dem Irrlichtern der Politik wird mit diesem Beitrag auch die Hilflosigkeit der Medien deutlich. Das Interesse ist, wie die zahlreichen Anrufer_innen beweisen. Ab Minute 33 gibt es ein leidenschaftliches Plädoyer einer Elternvertreterin. Dennoch ist das Thema in sechs Jahren kaum einmal in den Fernseh-Talkshows gewesen. Wo sind die Interviews, die Kanzlerin Angela Merkel, Gesundheitsminister Hermann Gröhe, die Vorstände der Krankenkassen und des Spitzenverbands der Krankenkassen in die Pflicht nehmen? Die langen Hintergrundartikel über die Entwicklung der Hebammenkunde von Anno dazumal bis heute und die wirtschaftlichen Analysen für neue Beschäftigungsmodelle?

Da sind die Facebook-Diskussionen auf den Hebammenprotestseiten weiter und zeigen: Alternativen zur Freiberuflichkeit sind unrealistisch. Auch die Hebammenpraxen schließen und alle Ideen in Richtung der mobilen Pflegedienste sind Hohn, wenn zeitgleich der #Pflegestreik läuft. Wenn der so schnell in Medien und Politik ankommt, wie einst die Hebammenkrise, wird diese Erkenntnis allerdings noch Jahre auf sich warten lassen. Wohnheime für Schwangere, analog zu Pflegeheimen, gibt es inzwischen in Gegenden ohne Geburtstationen. Doch die werdenden Eltern sind überraschenderweise wenig begeistert und jede zehnte Geburt passiert auf dem Weg ins Krankenhaus, auf der Autobahn oder im Hubschrauber. Ist das wirklich günstiger?

Das sind Fragen, auf die ich nach sechs Jahren endlich Antworten möchte.

PS: Einen weiteren aktuellen Beitrag gab es bei Mona Lisa, die die Schwierigkeiten bei der Hebammensuche für die Nachsorge zeigt und die Unterversorgung in Münchner Geburtstationen.

Bringt der Politik die Elternsorgen! #Hebammen

Auf einem Kanaldeckel einer Straße ist ein rosa Batzeichen.

Bat-signal: Der Ruf nach Hilfe

Morgen ist der 1. Juli 2015, ein weiteres Mal steigen die Haftpflichtprämien für Hebammen. Wieder werden zahlreiche Hebammen ihren Beruf aufgeben, die Betreuung vor, während und nach Geburten schwieriger werden. Die vom Gesundheitsministerium versprochenen Verbesserungen sind ausgesetzt, solange die Schiedsstelle wieder einmal zwischen Hebammenverbänden und dem Spitzenverband der Krankenkassen vermitteln muss: Der umstrittene Sicherstellungszuschlag kommt nicht, die Prämiensteigerungen auch nicht.

Das Hebammenblog hat vor einer Weile einen Offenen Brief gepostet und in Auszügen Anfragen veröffentlicht, die von werdenden Eltern eingehen, denen sie schon Monate im Voraus absagen muss.

All diese Anfragen, die Absagen und die Nachfragen zu Brustentzündungen, schreienden Neugeborenen und Schmierblutungen – schickt sie endlich nicht nur den Hebammen. Schickt sie dahin, wo die Politik passiert.

Schickt sie zu Minister Gröhe und seinem Gesundheitsministerium. Fragt, warum die Webseite seit dem 9. März nicht aktualisiert wurde und von Verbesserungen spricht, die ab morgen gar nicht eintreten.

Schickt sie an Ministerin Schwesig, damit das Kinder- und Familienministerium aus dem Knick kommt und Verantwortung für Familien und Kinder übernimmt.

Schickt sie an den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen und erinnert daran, dass es bei allen Wirtschaftlichkeitsgeboten um einen menschenwürdigen Start in das Leben geht.

Vielleicht schafffen 500.000 Mails mit Fragen und Sorgen an die Ministerien und Gesundheitsverbände, was sämtliche Petitionen bisher nicht geschafft haben und bringen eine längerfristige Lösung.

Kontaktdaten:
Gesundheitsministerium anmailen, antwittern (gerne auch direkt Minister Gröhe) oder bei Facebook anschreiben.

Familienministerium anmailen, antwittern (gerne auch direkt Ministerin Schwesig) oder bei Instagram anschreiben.

Den GKV-Spitzenverband anmailen oder seinen Sprecher Florian Lanz antwittern.