On sexual abuse in Germany

You might have read my posts on Twitter on the shitty German laws when it comes to sexual abuse and worse. While many people (even anarchists) call for law enforcement right now to help them form an opinion, this is the worst idea. Coming with a trigger warning, here’s why:

You’ve probably also read the stories on jacobappelbaum.net. There’s a fair chance some events took place in Germany but unfortunately, right now, I don’t think any of this would lead to a sentence. Yes, forced kisses, even forced intercourse are not necessarily punished by the courts. How bad is it?

Right now, there’s an ongoing case of one woman who was sentenced to pay 24,000 Euros because she lost her case and was accused of false accusations. The attackers taped their assault and it was sent to media outlets as a „rape tape“. Many people who saw it, went to the police. But Gina-Lisa Lohfink only said “stop it” a couple of times and looked like she might pass out and right now, that’s not enough for a conviction. Add to that, that she’s a reality TV star and promoted safer sex for an erotic fair and you get press coverage full of slut-shaming.

Germany has also hotly debated the case of a teenage girl in 2012. She went to see a friend who was visited by her ex-boyfriend and another friend, too. The guy was known to be violent. At one point, he sent the women into the basement to have sex with the girl. She said „no“ but again, that was not enough for the court to rule it a rape. Because he did not lock the flat and she could have tried to run away. She didn’t because she was afraid and for good reason: he later beat up his ex-girlfriend. A crime, for which he was actually sent to jail.

If you look for cases when a rapist gets sentenced, it’s really the worst of the worst. When a guy explicitly tells a 13-year-old it’s either sex or he is going to beat up her boyfriend. Or when the victim jumps out of the window to flee after the attack.

The law requires a rape to be violent but law enforcement personnel usually only has a blurry concept of this violence, as law professor Ulrike Lembke stated in 2011. While there are 30 years of research on sexual abuse, police, prosecutors and jugdes still rely on gender stereotypes, sex myths and victim-blaming tropes, according to her. Yet, attitudes are changing. In 1997, raping your spouse was finally criminalized. But as more victims have come forward, conviction rates have dropped. About 20 years ago, 21.6% of reported rapes led to a conviction. In 2012, the number was down to 8.4% and, as Lembke noted, sentences were often quite lenient.

German feminist activists have called for a law reform for some time. The debate was picked up again after the events in Cologne on New Year’s Eve and other cities. Groups of men were apparently pick-pocketing and assaulting women. Since then, the country has discovered that only one of these accusations is actually a crime. And because many attackers were described as non-white the law on asylum seeking has been tightened while groping is still legal and wasn’t even included in the latest reform draft.

So, if you want to rely on German law enforcement to tell you when someone did something wrong, you’re looking at a broken system that has been failing victims of sexual assaults for years. You’re even putting them in danger of being sued for defamation. Do you really want that?

PS: It’s different at workplaces. There, you can be sued for putting a pin-up calendar on the wall or even making a sexual joke.

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TV! Abenteuer mit Sarah Jane Smith

Eine wunderbare Kinderserie von CBBC, die es leider nie ins deutsche Fernsehen schaffte, ist The Sarah Jane Adventures. Fans des britischen Doctor Who ist Sarah Jane Smith natürlich ein Begriff, als eine der dienstältesten und beliebtesten Begleiterinnen verschiedener Inkarnationen des Doktors. Mit dem Wiederbeleben der Serie in 2005 bekam sie 2007 ihre eigene Ablegerserie, in der sie ebenfalls regelmäßig die Erde rettet und das ohne Waffen (nur mit weniger Zeitreisen).

Logo der Serie: "THE Sarah Jane ADVENTURES" in lila vor schwarz-rotem Hintergrund

Ähnlich wie der Doktor ist sie dabei nicht alleine. In der Pilotfolge werden Kinder aus der Nachbarschaft zu ihren Begleiterinnen und Begleitern – und einen Sohn adoptiert sie auch noch. So werden im Verlauf der Serie verschiedene Familienkonstellationen gezeigt. Maria lebt mit ihrem Vater und ihre Mutter kommt öfters vorbei. Clyde ist Sohn einer alleinerziehenden Mutter, sein Vater kommt nur einmal aus Deutschland zu Besuch. Dagegen lebt Rani mit Mutter und Vater. Später, ihr eigener Sohn Luke ist schon wieder ausgezogen und besucht die Uni, nimmt Sarah Jane noch Sky auf.

Rani Chandra und ihre Eltern sind dabei klar indischer Abstammung, ohne wiederrum als Stereotypen überzeichnet zu werden. Dies thematisiert die Serie auch, anders als Doctor Who. So erleben Rani und Clyde bei ihren Reisen in die Vergangenheit rassistische Bemerkungen. In Death of the Doctor nutzt der Doktor dann Clydes Körper und tauscht schließlich mit ihm den Platz – was ihn prinzipiell zum ersten Schwarzen Darsteller des Doktors macht. Außerdem erklärte der Doktor in dieser Folge erstmals, dass Time Lords bei ihre Regenerationen nicht an eine Hautfarbe gebunden sind.

In einem rot beleuchteten Raum stehen Rani, Sky, Luke und Sarah Jane

Promotionbild der 5. Staffel © BBC

Im Laufe der Serie werden sowohl „Kinder“- als auch „Erwachsenen“themen behandelt. Es geht um die Schule, Freundschaften, das Leben mit Geschwistern und das Erwachsen werden; Eltern sind doof (jedenfalls zu doof, um Außerirdische zu bekämpfen) und verstehen sowieso nichts. Die Kinder Luke und Sky, die Sarah Jane adoptiert, sind beide von Außerirdischen entwickelte Menschen und müssen jeweils lernen, sich in der Welt zurecht zu finden. Dabei wachsen beide über die für sie vorhergesehenen, zerstörerischen, Aufgaben hinaus. Auch Clyde muss erst lernen, seine Talente zu erkennen. Leider erklärt er Luke die Welt teilweise sehr heterosexistisch, mit dem Auftauchen von Sky durchbricht er mit seinem Verhalten dann wieder Stereotype.

Sarah Jane treiben Fragen nach dem Altern, besonders der Einsamkeit im Alter, und ihre neugewonnene Verantwortung für Kinder um. Nachdem der vierte Doktor sie einst nach Schottland statt nach London zurückbrachte, lebte sie lange alleine und zurückgezogen. Kurz vor dem Beginn ihrer eigenen Serie erst stieß sie auf den zehnten Doktor und Rose und entschloss sich bewußt, nun auf der Erde zu bleiben. Weitere ernste Themen sind Obdachlosigkeit, Kritik am Kapitalismus und Sklaverei.

Für Spaß und die gewisse Leichtigkeit einer Kinderserie ist der außeriridische Supercomputer „Mr. Smith“ zuständig, der auf Zuruf mit Getöse und Nebel aus der Wand gefahren kommt. Natürlich wäre ohne ihn die Rettung der Erde meist gar nicht möglich. Unterstützung bieten ferner ein kleiner, aber feiner Ultraschall-Lippenstift und der Roboterhund K-9 (ausgesprochen Canine, engl. für Hund). Auch die Wissenschaftlerin Celeste Rivers, andere (ehemalige) Begleiter_innen vom Doktor und der mysteriöse Shopkeeper helfen Sarah Jane und ihrem Team weiter. Letzterer ist vermutlich wie der Doktor ein Time Lord und lebte auch als Frau.

Leider konnte dies nie abschließend dargstellt werden, denn im Verlauf der fünften Staffel verstarb Elisabeth Sladen, die Darstellerin von Sarah Jane Smith. Die Serie wurde daraufhin eingestellt. Sie ist für sich alleine bereits sehenswert. Wer und welche den zehnten und/oder elften Doktor vermissen, findet hier noch einige Folgen zum Nachschauen. Alle Geschichten sind Doppelfolgen (2x 25 Min.) mit Cliffhanger, was an das Muster der ursprünglichen Doctor Who-Serie erinnert.

Da die Serie niemals in Deutschland erschienen ist, ist sie leider, leider nur auf Englisch im deutschen iTunes-Store sowie als DVD-Import aus Großbritannien erhältlich.

Auf geht’s zur re:publica

hellblauer Hintergrund auf dem oben 'Meet me @' (das letzte Zeichen ist eine Mischung aus @ und ♀, dem Frauenzeichen) steht, darunter bunte Stickereien, darunter re:publica XI 13. - 15. April 2011, BerlinSo fix geht ein Jahr rum. Gefühlt gerade eben war ich noch auf der rp10 (feministische Netzkultur mit lauter netten Leuten) und nun ist es schon fast wieder April und die rp11 kommt. Diesmal gibt es sogar zwei Panels, diesmal gehts um feministischen Aktivismus in sozialen Netzwerken und darüber hinaus, sowie um die Verknüpfung vom Internet mit gesellschaftlichen Entwicklungen und politischem Handeln – natürlich aus feminstischer Perspektive. Auch wieder dabei: Nette Leute! Feministisch rumnerden, es geht kaum besser. Wann genau und wo? Ab dem 13. April in Berlin.

Noch mehr Panels von Bloggerinnen stellen wir auch bei der Mädchenmannschaft vor.

Ganz das Nerdklischee: Fertiggerichte!

Was um alles in der Welt könnte eigentlich noch nerdiger sein als Fertiggerichte? Fertigpizza nun mal eingeschlossen. Tatsächlich kann ich auch nach all dem Studieren der Verfahrenstechnik Fertiggerichte nicht verdammen. Im Gegenteil: Ich finde sie faszinierender als je zuvor. „Die Küche war das erste verfahrenstechnische Labor“ hieß es einst im Praktikum und es werden sehr häufig die gleichen Verfahren angewandt. Meist nur unter anderem Namen. Backen kann man nicht nur Kuchen, sondern auch Keramik, das heißt dann allerdings sintern.

Nicht erst mit dem Aufkommen der Molekularküche, schon viel früher, zog die Biochemie in unsere Lebensmittelverarbeitung ein. Freilich ging es zunächst mehr um das Haltbarmachen von Lebensmitteln. Gurken wurden eingelegt, Schinken geräuchert und Marmelade gezuckert. Dank Bakterien und ihrer Stoffwechselwege haben wir außerdem Brot, Joghurt und Bier erzeugt. Mit der Erfindung des Kühlschranks und der Gefriertruhe ist nun vieles sehr lange haltbar – einiges verliert durch das Einfrieren und Auftauen aber auch seinen Geschmack, wenn das Eiweiß dabei verändert wird.

Fertigkrams ist für mich daher eine logische Weiterentwicklung. Nicht nur Haltbarkeit ist heute wichtig, möglichst schnell und einfach soll es auch gehen. Warum es dann z.B. Fertigpfannkuchenpulver gibt, dem noch Wasser zugesetzt werden muss, erschließt sich mir daher nicht unbedingt. Zwei Eier in eine Tasse geben, danach die gleiche Menge Milch und Mehl darauf geben, eine Prise Salz und etwas Öl dauert maximal 2 Minuten länger. Egal. Worauf ich eigentlich herauswollte, ist mal ein komplett anderes Fertiggericht, dass ich heute ausprobiert habe: Chatpate Chole.

Vorderseite der Verpackung von Chatpate Chole, Kichererbsen in Sauce, garniert mit Peperoni und Zwiebeln

Ein Kichererbsen-Sauté mit Gewürzen in Tomatensauce, wobei Sauté bedeutet, dass alles in einem kleinen Topf angebraten wurde und es braun aussehen muss am Ende. Leider ist das Essen in einem silbernen Beutel versteckt, den man wenige Minuten im Wasserbad erhitzt (auch das übrigens eine gängige Labortechnik). Denn: die Kichererbsen waren im Beutel nicht zu fühlen, später aber richtig groß und viele. Auch wenn man das auf dem Nachherbild nicht so sieht. Da ist die Sauce drüber, die recht scharf war. Also, für mich. Und auch wenns danach auf dem Fotos ebenfalls nicht aussieht, war sie wirklich lecker!

Eine Schale mit der braunen Kichererbsen-Sauté und einem Löffel – es sieht nicht ganz so aus, wie auf der Verpackung

Nun stehe ich also vor einem Problem, denn den Beutel soll man auf keinen Fall öffnen, bevor man das Essen erhitzt. Schneide ich ihn nächstes Mal doch auf, gucke mir das Innere an und erhitze das dann im Topf? So morgens Elmex, abends Aronal-wagemutig?

PS: Für diesen Beitrag habe ich kein Geld erhalten, ich weiß nicht mal, ob die Erzeugerfirma eine Webseite hat.

Noch ein Nerdvideo: Geekgirls going 08/15

Nachdem ich neulich schon mal eine Nerdhymne gefunden und gepostet habe, heute noch ein anderes Video. Irgendwie cool, aber irgendwie auch nicht. Leider bin ich immer noch im Prüfungsstress, daher hier der Kommentar im Border House Blog (dort gibt es auch noch ein paar Hintergrundinfos zum Video:

There are a lot of things I really enjoy about this video: Starbuck, the validation of having my hobbies name-dropped, the costumes (when they’re not naked). I appreciate that the women who star in the video wrote the song and directed the video themselves; perhaps we can thank Felicia Day for opening up more space for women to contribute to online popular culture.

I usually love corny fanservice, and would really like this video except that I just can’t get over the naked singers with their naughty bits covered by controllers and lightsabers. It is so over-done! My verdict: once again geek girls are fanservice for the stereotypical male gamer and what he supposedly finds attractive. I think it’s pretty well established now that geek girls exist, but I guess we’re stuck in existing to be hot girlfriends of geeks. Can we do something new?

Songtext nach dem Klick Weiterlesen