On sexual abuse in Germany

You might have read my posts on Twitter on the shitty German laws when it comes to sexual abuse and worse. While many people (even anarchists) call for law enforcement right now to help them form an opinion, this is the worst idea. Coming with a trigger warning, here’s why:

You’ve probably also read the stories on jacobappelbaum.net. There’s a fair chance some events took place in Germany but unfortunately, right now, I don’t think any of this would lead to a sentence. Yes, forced kisses, even forced intercourse are not necessarily punished by the courts. How bad is it?

Right now, there’s an ongoing case of one woman who was sentenced to pay 24,000 Euros because she lost her case and was accused of false accusations. The attackers taped their assault and it was sent to media outlets as a „rape tape“. Many people who saw it, went to the police. But Gina-Lisa Lohfink only said “stop it” a couple of times and looked like she might pass out and right now, that’s not enough for a conviction. Add to that, that she’s a reality TV star and promoted safer sex for an erotic fair and you get press coverage full of slut-shaming.

Germany has also hotly debated the case of a teenage girl in 2012. She went to see a friend who was visited by her ex-boyfriend and another friend, too. The guy was known to be violent. At one point, he sent the women into the basement to have sex with the girl. She said „no“ but again, that was not enough for the court to rule it a rape. Because he did not lock the flat and she could have tried to run away. She didn’t because she was afraid and for good reason: he later beat up his ex-girlfriend. A crime, for which he was actually sent to jail.

If you look for cases when a rapist gets sentenced, it’s really the worst of the worst. When a guy explicitly tells a 13-year-old it’s either sex or he is going to beat up her boyfriend. Or when the victim jumps out of the window to flee after the attack.

The law requires a rape to be violent but law enforcement personnel usually only has a blurry concept of this violence, as law professor Ulrike Lembke stated in 2011. While there are 30 years of research on sexual abuse, police, prosecutors and jugdes still rely on gender stereotypes, sex myths and victim-blaming tropes, according to her. Yet, attitudes are changing. In 1997, raping your spouse was finally criminalized. But as more victims have come forward, conviction rates have dropped. About 20 years ago, 21.6% of reported rapes led to a conviction. In 2012, the number was down to 8.4% and, as Lembke noted, sentences were often quite lenient.

German feminist activists have called for a law reform for some time. The debate was picked up again after the events in Cologne on New Year’s Eve and other cities. Groups of men were apparently pick-pocketing and assaulting women. Since then, the country has discovered that only one of these accusations is actually a crime. And because many attackers were described as non-white the law on asylum seeking has been tightened while groping is still legal and wasn’t even included in the latest reform draft.

So, if you want to rely on German law enforcement to tell you when someone did something wrong, you’re looking at a broken system that has been failing victims of sexual assaults for years. You’re even putting them in danger of being sued for defamation. Do you really want that?

PS: It’s different at workplaces. There, you can be sued for putting a pin-up calendar on the wall or even making a sexual joke.

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Links! Quantified Self, Überwachung und Neues von den Bewegtbildern

Straßenkritzelei: Mit einer Waffe kann man eine Bank ausrauben. Mit einer Bank die ganze Welt.

Politik vor der Arbeitsagentur Osnabrück.

Hollywood-Haare (und mehr) in Castle

Das Blog Cockeyed Caravan hat über die sogenannten „Hollywood-Haare“ gerantet. „Natürlich“ fallende weiche Locken, die seit einigen Jahren fast alle Schauspielerinnen tragen. Natürlich in Anführungszeichen, denn: in der Realität ist eine solche Frisur unglaublich schwer zu föhnen und fixieren und furchtbar unpraktisch zu tragen.

Neben den angeführten Beispielen dort (Skye aus Agents of S.H.I.E.L.D., Rizolli und Isles, Total Recall) hat es mich besonders bei Kate Beckett aus Castle genervt. Hier das DVD-Cover zur ersten Staffel:
Vor blauem Hintergrund stehen ein weißer Mann im dunkelblauen Anzug und eine weiße Frau mit kinnlangen braunen Haaren in brauner Lederjacke. Beide haben die Arme vor der Brust verschränkt.

Seit der dritten Staffel läuft Beckett allerdings so herum (und das meist auf 10 cm Absätzen!?)
Vor blauem Hintergrund hält ein weiße Pärchen, das Rücken an Rücken sitzt jeweils die Hand zur Kamera. Er trägt einen dunklen Anzug, sie eine weit aufgeknöpfte dunkelblaue Bluse.

Mit dem merkwürdigen Gesichtsausdruck und der weit geöffneten Bluse ist dieser DVD-Titel dabei weit unter der Darstellung von Beckett in der Serie, die ansonsten sehr taff ist. Auch die Promobilder der Staffel 6 unterstreichen den Hollywoodhaartrend ein weiteres Mal (Lanie! Captain Yates Gates!)

Das ist umso ärgerlicher, als dass die Serie gute Ansätze und Möglichkeiten hat, aber zuviele immer wieder vergibt. Mit Castles Mutter und seiner Tochter sowie Lanie und Captain Gates sind seit der 4. Staffel gleich fünf Frauen im Cast und nur drei Männer. Darunter mit Lanie und Captain Gates sogar zwei(!) schwarze Frauen – die hoffentlich irgendwann noch einmal miteinander sprechen dürfen. Außerdem ist Martha Rodgers eine herausragende Großmutter, die sich in der Dating-Szene herumtreibt und eine Schauspielschule gründet. Becketts Mutter, eine Anwältin, wurde ermordet (und der Tod ist ihr Antrieb, Klischeeeeee) aber immer erfahren wir im Laufe der Ermittlungen einiges über sie und ihre Beziehung zu Beckett.

Leider bleibt so nur eine Frauenbeziehung, die von Alexis und ihrer Großmutter, die regelmäßig gzeigt wird. Denn während wir die Männerfreundschaften zwischen Castle, Esposito und Ryan oft sehen, bleibt die von Lanie und Kate doch eher unterentwickelt. Denn ob romantisch, freundschaftlich, familiär oder auf der Arbeit – die Darstellung von Beziehungen ist eine der Stärken der Serie. Hier arbeiten nicht einfach ein paar Leute nebeneinander, sie sind befreundet, tauschen sich über ihre Gefühle aus, sorgen füreinander. So bleibt es unendlich schade, dass gerade die Freundinnenschaften und Beziehungen unter Frauen (gar eine nicht-heterosexuelle Beziehung) so kurz abgehandelt werden.

Trotz der vielen weiblichen Charaktere hat die Serie bisher keinen Kultstatus unter Feminist_innen – die Hollywoodhaare sind dafür symptomatisch.

Die diskriminierenden Klogriffe des @ZDF

Ich würde mich sehr freuen, diese Liste nie wieder aktualisieren zu müssen.

  • 7. Februar 2017, @heuteplus
    Der deutsche Gehörlosenbund kritisiert die fehlenden Untertitel bei einem Beitrag. ZDF heuteplus reagiert mal wieder patzig.
  • 2. September 2015, @janboehm
    Mitten in der x. Rassismusdebatte in den deutschen Medien versucht Jan Boehmermann auf Twitter, mit rassistischen Worten witzig zu sein und kommt mit Kritik nicht klar.
  • 16. Juni 2014, ZDF
    In den WM fofocas (deutsch: WM-Tratsch) sendet das ZDF „einen brasilianischen Cartoon“ – über Sexarbeiterinnen und FIFA-Funktionäre. Der Witz soll wohl auf Kosten letzterer gehen, aber auch die Frauen werden sehr stereotyp dargestellt. Auf Nachfragen reagiert der Twitteraccount gewohnt souverän patzig. Im Vergleich zum Originalclip fehlen auch die Urheberangaben.
  • 2. April 2014, ZDF
    Im Morgenmagazin darf Akif Pirinçci nett über sein Buch „Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“ plaudern. Das Buch klingt so diskriminierend, wie dann auch die Sendung ablief.
  • 27. März 2014, ZDFneo
    Das Neo Magazin versucht, TV Total „Nachhilfe“ zu geben. Produziert aber nur rassistische Stereotype. Ti… ach ne. Immerhin schlafen die Herren von @ZDF noch gut.
  • 4. März 2014, ZDF
    Die neue Werbekampagne für die Samstagskrimis kann sich stereotyper Bilder von Frauen und Männern nicht erwähren, inklusive anzüglicher Witze über weibliche Mordopfer. @ZDF reagiert auf Twitter wie erwartet „souverän“: TIHI.
  • 24. Januar 2014, ZDF
    Die heute show witzelt, Inklusion sei, wenn inkompetente Menschen auf einmal Jobs bekommen. Tihi. Ich dachte ja, da ginge es um den Abbau von Barrieren für behinderte Menschen. Naiv!
  • 16. Januar 2014, ZDF
    Gast Sarah Wagenknecht wird in Markus Lanz vom gleichnamigen Moderator wiederholt unterbrochen und auf (ihr) Aussehen angesprochen. Nachdem eine Online-Petition gegen dieses Verhalten über 200.000 Unterschriften vereint hat, lobt sich Lanz einfach selbst bei Wetten, dass…? Tihi.
  • 19. Dezember 2013, ZDFneo
    Im Neo Magazin feiert Jan Böhmermann #Aufschreinachten (tihihi), außerdem gehen die Pimmelwitze (siehe 5.12.2013) weiter.
  • 19. Dezember 2013, ZDF
    Auch Urban Priol macht sich am gleichen Tag beim Satirischen Jahresrückblick über #Aufschrei und die Sexismus-Debatte lustig.
  • 17. Dezember 2013, @ZDFneo
    Auf die Ernennung von Ursula von der Leyen zur Verteidigungsministerin reagiert @zdfneo reflexhaft mit einem Minirockwitz. Tihi. Auf Nachfrage scherzt mann weiter, demnächst den für eine ZDF-Sendung als Sexisten prämierten Koch Johann Lafer rekrutieren zu wollen. Tihihihihi.
  • 14. Dezember 2013, ZDF
    In der Augsburger Ausgabe von Wetten, dass… wird für die Saalwette explizit dazu aufgerufen, sich mit Blackface als Jim Knopf zu verkleiden. Das ZDF antwortet bei Twitter nicht auf die Kritik an dieser rassistischen Showpraktik. Stattdessen retweetet der Account einen Hinweis auf den DWDL-Artikel mit „Wetten, dass..?“ im Shitstorm: Nun ist’s mal gut. Weiße Medienmänner, die über Rassismus urteilen…
  • 5. Dezember 2013, ZDFneo
    Die „Satire“-Sendung Neo Magazin greift nach einer 100%-Männergästequote die Nominierung für den „Goldenen Medienpimmel“ auf. Visualisiert wird dieser als „Schlappschwanz“ (tihi). Außerdem ist Moderator Jan Böhmermann so männlich, dass er seinen Penis Ina Müller leihen kann, damit diese ihre Sendungen übersteht. Satire funktioniert ja bekanntlich am besten entlang gesellschaftlicher Machtgefälle nach unten. Tihi. Eine Woche später gibt es erstmals einen weiblichen Gast im nun „gender-sensiblen Pimmelmagazin“. Tihi.
  • 1. Dezember 2013, ZDF
    Unter dem Titel „Frauen, die Geschichte machten“ porträtiert das ZDF immerhin sechs wichtige Frauen der Geschichte. Kleopatra darf aber erstmal vor dem Spiegel stehen und ihr Gewicht kritisieren. Im anschließenden „Frauen-Check“ wird neben weiteren fazialpalmierenden Aussagen auch die Mär von der „alle Männer sind jetzt Professorinnen“ der Uni Leipzig herausgeholt. Recherche war wohl aus.
  • 22. August 2013, ZDF
    Nach 22 Uhr traut man(n) sich beim ZDF mal was und twittert „Fotze Fuck“. Tihi.
  • August 2013, ZDF
    Zur Bundestagswahl 2013 gibt es fünf Sendungen von illner intensiv. Von den 20 Gästen sind nur 3 Frauen, darunter gleich 2 in der Sendung zu Rente & Pflege. Unter den Comedians, die jede Sendung einleiten, ist keine Frau.
  • 7. August 2013, ZDFneo
    In der Game-Show(?) Auf der Flucht – Das Experiment treten die Teams „Irak“ und Eritrea „Afrika“ an, aus den genannten Ländern zu fliehen, um das Schicksal Asylsuchender nachvollziehen zu können. Nachdem die Teilnehmer_innen bereits vor der Sendung im Trailer mit rassistischen Äußerungen auffallen, wird im Netz Kritik laut. Auf Twitter verbittet man sich derartige Kritik, aber auch nach dem Anschauen ist die Sendung noch rassistisch. Eine Beschwerdemailvorlage gibt es bei hier.
  • 20. Juli 2013, ZDF Hyperland
    Ein Blogbeitrag über eine Facebook-Aktion wird betitelt mit „Online-Geständnisse gegen sexuelle Gewalt in Israel“ – dabei handelt es sich um die Opfer, die von Übergriffen berichten, nicht Täter_innen, die Unrecht gestehen. Nach Hinweisen wird der Titel zu „Online-Anklagen“ geändert.
  • 17. Juli 2013, ZDF
    In der Nachrichtensendung heute „sorgt“ sich das ZDF um die Beinkleidung von jungen Mädchen, die heute rumlaufen, wie Männer 1961 Fußball spielten. Damals durften die Frauen das ja zum Glück noch nicht.
  • Juli 2013, ZDF
    Für die Übertragungen der Frauenfußball EM 2013 wirbt das ZDF mit kopflosen Menschen, die Hausarbeit machen. Grundlage sind vermutlich die lustigen, tihi, sexistischen Sprüche von 1970, kurz vor der Aufhebung des Verbots von Frauenfußball.
  • 5. Juli 2013, ZDF
    Die Impro-Show Durchgedreht hat zwar keine Untertitel, macht sich aber über Gebärdensprache lustig. Tihi.
  • März 2013, ZDFinfo
    Lesben sind als Thema für die 140 Sekundenunpassend“.
  • 29. Januar 2013, ZDFinfo
    In die Login-Sendung zu #Aufschrei ist ein sogenannter Pick-up-Artist eingeladen. Er erklärt Männern beruflich, wie sie das Selbstbewußtsein von Frauen kaputt machen, um sie im angegriffenen Zustand leichter ins Bett zu bekommen. Am 16. April werden seine Gäste vor der Sendung Maischberger (ARD) weibliche Gäste belästigen und Rassismus verbreiten.
  • 29. Oktober 2012, ZDF
    Der 600 km-Fußmarsch von Flüchtlingen durch Deutschland, die damit gegen ihre Residenzpflicht verstoßen und die anschließende Polizeigewalt sind für das ZDF „nicht relevant“.
  • 27. Oktober 2012, ZDF
    In einem Beitrag von Mona Lisa wird Transsexualität unhinterfragt als krankhaft dargestellt. Die Bemühungen, u.a. des Europäischen Parlaments, Trans­menschen nicht weiter zu pathologisieren und dennoch medizinische Ver­sorgung zu garantieren, bleiben ausgespart.
  • 4. Oktober 2012, ZDFneo
    In der Sendung neoParadise ist der Übergriff auf eine Messe-Hostess eine (lustige, tihi) Mutprobe.
  • 13. April 2011, @ZDFneo
    Das Thema „Feminismus“ auf der re:publica provoziert die Twitterer so sehr, dass sie sich einen Shitstorm wünschen. Alles nur Spaß natürlich, tihi.
  • September 2010, ZDFneo und @ZDFneo
    Die Serie Mad Men wird mit billigem Sexismus beworben, @ZDFneo findet es witzig, tihi.
  • 18. August 2007, ZDF
    Die ZDF-Sendung Lafer! Lichter! Lecker! wird für sexistische Sprüche über etwa „nougatgefüllte Marzipanpralinen auf zwei Beinen“ auf dem Herbsttreffen der Frauen in den Medien mit der „Sauren Gurke“ ausgezeichnet.

Tihi. Wie es nervt.

Parfüm, Getränke, Kleidung: Shit you should not buy

Die Parfümmarke Lolita Lempicka macht ihrem Namen alle Ehre und propagiert in der Kampagne zu „L’Eau Jolie“ neben der Sexualisierung junger Mädchen auch den gefährlichen Mythos der „unabsichtlichen Verführungskräfte junger Mädchen, die gar nicht wissen, dass sie unwiderstehlich sind“. Kampagnenstar ist Elle Fanning, die vor einem Monat ihren 15. Geburtstag feierte. Das Parfüm ist im Übrigen für „pretty girls“.
Beschwerden: Mail-Kontakt, @PLolitaLempicka, auf Facebook.

Villeroy und Boch kramt uralte Geschlechterklischees raus: Frauen trinken „weiche“ Weine aus „bauchigen“ Kelchen, maskuline Weine sind „fordernd“ und „spritzig“.
Beschwerden: Mail-Kontakt, @villeroyundboch, auf Facebook.

Drag ist künstlich und ein Mann also viel schöner, wenn er „natürlich“ durchs Leben geht. Der neue Bionade-Spot zementiert ebenfalls das Bild des cis-gender Mannes.
Beschwerden: Mail-Kontakt, @bionade_gmbh, auf Facebook.

Auch Flensburger Pilsner hat mich als Kundin verloren. Statt in Bier muss ich als Frau demnächst in Feuchtigkeitscreme investieren.
Beschwerden: Mail-Kontakt. [Update, 20. Mai: Flensburger Pilsner bedauerte auf Nachfrage die Etiketten, die von der Geschenkkrüge-Firma stammten und nicht autorisiert wurden.]

Das Klischee, Männer seien alle „einfach“, stirbt auch bei Bacardi nicht aus.
Beschwerden: Mail-Kontakt, auf Facebook.

Werbeplakat von Bacardi: Weil Männer einfach gestrickt sind.

Tchibo fasst die 54 Länder Afrikas von Ägypten über den Kongo bis Südafrika mal wieder zusammen. Eine Giraffe reicht auch und die Bildauswahl rettet nicht, sondern macht alles noch schlimmer.
Beschwerden: Mail-Kontakt, @Tchibo_presse, auf Facebook.

Beim Deutschen Werberat beschweren.

Eine Nachricht an @spiegelonline und den Werberat [TW für Gewalt]

Am 9. März fotografierte Anne Roth dieses Bild der demnächst eröffnenden Bar 111 in Berlin:

Eine bewußtlose, blutverschmierte Frau liegt in Spitzenunterwäsche mit gespreizten Beinen in High Heels auf einer grünen Parkbank, in der linken Hand eine Bierdose. Man kann deutlich auf ihren Intimbereich und ihre Brüste schauen, ihr Gesicht ist dagegen abgewendet und die Haare zersaust.

Alltag in Deutschland (CC BY-NC Anne Roth)

Um mit einer Bildbeschreibung anzufangen: Eine bewußtlose, blutverschmierte Frau liegt in Spitzenunterwäsche mit gespreizten Beinen in High Heels auf einer Parkbank, in der linken Hand eine Bierdose. Man kann deutlich auf ihren Intimbereich und ihre Brüste schauen, ihr Gesicht ist dagegen abgewendet und die Haare zersaust.

Warum ist sie blutverschmiert? Warum in Unterwäsche auf einer Parkbank, aber immer noch in High Heels? Warum sind Brüste und Intimbereich zu sehen, aber nicht ihr Gesicht (eine Positionierung aus dem Handbuch „Frauen als Objekte darstellen“)?

Ich habe dazu eine Beschwerde beim Deutschen Werberat eingereicht. Sie haben „das werbende Unternehmen“ derzeit um eine Stellungnahme gebeten, aber ich habe noch nichts erfahren. Dass dort etwas angekommen ist, beweist der Zettel, der nun dort hängt:

Bild der Bar111-Werbung mit 2 Zetteln darunter: „Hinweis!!! Dies ist ein jugendfreies Werbeplakat. Die Handlungen und das Bild sind frei erfunden und nachgestellt. Sie dienen der Abschreckung vor zu großem Alkoholkonsum!!!!!“ –„SPINNER! Die vielen Satzzeichen machen es auch nicht jugendfreier! Ganz tolles Plakat!“

CC BY-NC-ND 2.0 DE Notes of Berlin

Jetzt also mit einer Erklärung, die nichts besser macht (via Kraftfuttermischwerk)

Hinweis!!! Dies ist ein jugendfreies Werbeplakat. Die Handlungen und das Bild sind frei erfunden und nachgestellt. Sie dienen der Abschreckung vor zu großem Alkoholkonsum!!!!!

Es geht nicht darum, dass das Plakat nicht „jugendfrei“ sei. Es geht darum, dass wieder einmal eine Frau zum Objekt degradiert wird. Dass Gewalt gegen Frauen normalisiert wird. Dass so ein Plakat, mit all den mitschwingenden Deutungen niemals mit einem leichtbekleideten Mann in Deutschland hängen könnte, weil die Lesart „der muss sich mal nicht wundern, wenn den eine Frau jetzt vergwaltigt, wo er so betrunken ist“ nicht passen würde.

Das Schlimme ist, dass die Beschwerde beim Werberat ebenfalls nichts bringen wird. Weil der gar nicht weiß, was sexualisierte Gewalt und Objektifizierung sind. Er beschreibt diese im Zweifelsfall sehr akurat, sieht dann aber nicht, dass genau diese Dinge die Probleme sind.

Schließlich erkennen Medien wie Spiegel Online (kein Link, dank LSR) inzwischen zwar auch sexistische Motive – allerdings nur in Indien. Kein Fortschritt, denn anderen, vermeintlich rückständigen Ländern Frauenfeindlichkeit vorwerfen, ist eine alte Taktik, unfrisch aus dem Kolonialismus zweitverwertet.

All der #Aufschrei, all die Diskussionen um Sexismus im Internet, um den alltäglichen Rassismus, all die Blogbeiträge bis heute, all die Petitionen – bisher völlig ohne Wirkung. Eure Indifferenz kotzt mich an.

Lesestoff zu den (feministischen) Debatten derzeit.

Ist es Timing das gerade jetzt ein Artikel über vermutliche Übergriffe von Rainer Brüderle erscheint? Total egal, denn um ihn geht es nicht, sagt Ninia LaGrande. Stimmt. Trotzdem geht die Debatte erstmal noch einen vorhersehbaren Weg, der nichts mit inhaltlicher Auseinandersetzung zu tun hat, beschreibt Frau Dingens. Maike fordert bei Kleiner Drei mehr Sichtbarkeit der Übergriffe. 2011 hatten wir bei der Mädchenmannschaft schon einmal Vorfälle alltäglicher Grenzüberschreitungen gesammelt.

Und dann hatte ich das alles schon geschrieben und konnte die halbe Nacht nicht schlafen, weil auf einmal soviele ihre Erlebnisse auf Twitter unter dem Hashtag #Aufschrei posteten.

Dazu passend: Zahlen! Denn auch im Netz erfahren Frauen Übergriffe. Unüberraschenderweise besonders dann, wenn sie sich zu frauenpolitischen Themen äußern. Bei Wirtschaftspolitik wird ihnen gern die Kompetenz abgesprochen, trotzdem sind sie gegen Klarnamenpflicht, steht es in Karins Notizen. Wieviele Frauen wir in der österreichischen Kunstszene finden, berechnet Sonja Ablinger. Die Zahl der Vergewaltigungen in England und Wales hat der DataBlog des Guardians visuell aufbereitet. Bei sexualisierten Übergriffen und Vergewaltigungen gegen Männer liegen die Verurteilungsraten übrigens höher als bei weiblichen Opfern. Nicht messbar ist dagegen die angemessene Rocklänge (pun intended). Sie liegt im Auge des Betrachters (extra nicht geschlechtergerecht geschrieben). In der Konsequenz haben Frauen Unmengen an Röcken, Hosen und dazu passenden Schuhen und können es doch niemandem recht machen. (Sociological Images, auf Englisch).

Den Mittwoch ruinierten gleich zwei Techcrunch-Meldungen. Die iPhone-App „Playbook“ lässt heterosexuelle Männer ihre Eroberungen mit ihren Bros teilen. Die Fotos der Frauen geraten da vermutlich ohne ihr Einverständnis hinein. Dass Techcrunch mit „aber die Kerle machen sowas ja sowieso“ reagiert ist dabei so wenig überraschend, wie der Fail von seiten Apples. Da passte das Video einer Venture-Capital-Firma gleich super. Tech-Firmengründer sind wieder einmal männlich, weiß, heterosexuell und super potent. Warum dann ein „Nerd-Dream“-Kalender mit „keine Sorge, die Mädchen sind nur Deko“ eben nicht lustig Zwinkerzwinker ist (großartig: Lucies Text dazu), sondern sich in die lange Liste sexistischer Vorfälle in der Tech/Nerd/Geek-Community einreiht, verstand getDigital nicht ganz. Melanie erklärt es noch mal bei den Femgeeks. Danach kam dann noch irgendwas mit Axe (und einem coolen Video).

Was wir dagegen brauchen, sind mehr Offene Briefe kluger Mädchen. So schrieb Sadie, 11, für Präsident Obama den fehlenden Teil seiner Amtsantrittsrede zu transgender Personen. In Deutschland schrieb Ishema Kane, 9 Jahre alt, an die Zeit wegen deren unsäglicher Titelgeschichte zur aktuellen Debatte um Rassismus, „Zensur“ und „Sprachpolizei“. Weitere Links zur aktuellen Debatte und Hintergrundinformationen gibt es bei Noah Sow und Astrodicticum simplex.

PS: Ich bin für den „Warmen Händedruck des Jahres 2012“ als Spielejournalistin nominiert. \o/ Ihr könnt auch für mich abstimmen.

Wozu mir die Worte fehlen (Teil 1)

In den letzten Tagen sind gefühlte 10000 Debatten gleichzeitig abgelaufen. Zu so vielen habe ich Gedanken im Kopf, aber bisher ist vieles unsortiert. Das macht aber nichts, denn viele Leute haben kluge Dinge dazu geschrieben.

Ein Bücherregal, darüber ein Schild: Verständliche Wissenschaften

Zum Verstehen gehört auch das „verstehen wollen“.

Inzwischen schon seit Monaten beschäftigt mich die Debattenkultur im Internet, in feministischen Blogs, auf Facebook. „Ihr schreit sofort alle nieder, die nicht Eurer Meinung sind“ heißt es da. Auf der einen Seite kann ich es verstehen – als ich selbst meine ersten Schritte auf feministischen Seiten machte, hat mich niemand für blöde Ideen zurecht gewiesen. Wie auch? Da war ja kaum jemand. Das feministische Wissen im Internet wuchs da gerade langsam an und meines wuchs mit. Stück für Stück konnte ich mir neue Perspektiven anlesen und verstandene Mechanismen von einem aufs nächste Thema übertragen. Heute gibt es viele Feminist_innen im Netz. Als „Frischling“ hereinzustolpern ist da ungleich schwieriger. So viele Texte, so wenig Anleitungen, so viele Augen und Ohren, die jeden Schritt begleiten.

Andererseits ist selbst die genervteste Antwort in manchen Diskussionen harmlos, weil ich am liebsten eine Schimpfkanonade ablassen möchte. Wenn weiße Menschen darauf bestehen, Schwarze mit rassistischen Ausdrücken ansprechen zu dürfen, obwohl ihnen klar ist, dass „Schlampe“ oder schlimmeres gar nicht gehen. Wenn mir wieder eine Feministin schreibt, sie „habe nichts gegen Transfrauen“ aber „die Trans-Agenda“ würde am Ende alle Frauen zerstören, deswegen müsse man sie stoppen. Weil zuviele Debatten so fruchtbar verlaufen, wie der Versuch einen Pudding an die Wand zu nageln und ich schon keine einzige mehr führen möchte.

Hier geht es um die existenziellen Grundlagen des menschlichen Miteinanders. Um Respekt vor Menschen, die von Diskriminierungen betroffen sind; um ihre Menschenwürde, die mit Füßen getreten wird. Und dann kommen im schlimmsten Fall tendenziell weniger betroffene Personen an und hauen den Stempel „Empörkultur“ drauf. Dabei verkennen sie manchmal sogar, dass es nicht um Beziehungen unter gleichen geht, sondern alte gesellschaftliche Machtverhältnisse. Manchmal wird das erkannt aber „wenn Ihr nett fragen würdet, würde sich was ändern“ herausgeholt. Um es mit Martin Luther King zu halten: Funktioniert nicht.

Irgendwo in diesem Spannungsfeld irre ich seit Wochen umher. Ich will alles hinschmeißen und kann es doch nicht. Das Verändern muss anders laufen. Doch wie? Einen schönen Denkanstoß habe ich bei Spectra Speaks gefunden – auch hier geht es um Martin Luther King. Ihre Lösung, Held_innen neu denken, sollten wir auch auf „uns“ anwenden. „Uns“, die Netzaktivist_innen und/oder die Netzfeminist_innen.

Imagine him in his broken moments — frustrated, angry, irritable, and unleaderly, and pray he had someone to love him when he was weak.

Stellt Euch die anderen in ihren kaputten Augenblicken vor – frustriert, wütend, gereizt und ohne Führungskraft und bittet darum, dass sie jemanden haben, der sie liebt, wenn sie schwach sind. (Sehr frei übersetzt.)

Frustriert, wütend, gereizt und am Ende unserer Kräfte. Unsere Vorbilder waren und sind das immer wieder und wir alle auch. Menschlich.

Bezeichnende Debatten um das N-Wort (hier ausgeschrieben)

[…] ein Begriff wie „Neger“ war niemals neutral. Mit so etwas wurden zu jeder Zeit Dominanzverhältnisse beschrieben und ein kolonial-rassistisches Spiegelbild reflektiert.

Mekonnen Mesghena in der Rheinpfalz am Sonntag über das krampfhafte Festhalten an veralteten, rassistischen Begriffen.

Das tun dann übrigens Menschen, die gleich darauf einfordern, „Ekeltyp“ nicht zu verwenden, sondern sich „freundlicher auszudrücken“. Als Bezeichnung für eine bestimmte Person wohlgemerkt. Bezeichnungen, die Gruppen von Menschen pauschal beleidigen und systematisch abwerten sind ok – als eine Person eine andere Person nicht zu mögen ist problematisch. Wer ist hier eigentlich die vielzitierte „Sprachpolizei“?

Bleibt alles anders – Vorschläge für den 30C3

Nach langem Nachdenken habe ich mir nun einen Vorsatz für 2013 gegeben: Schauen was aus der Anti-Harrassment-Policy für den 30C3 wird. Bereits auf dem 29C3 haben Philip Steffan und ich einige Vorschläge ausgearbeitet und im Workshop Policccy vorgestellt (hier geht’s zum Protokoll).

Man making a mistake: You suck at math. Woman making a mistake: Girls suck at math.

This is what sexism looks like.

Derzeit ist die Policy des Chaos Communication Congress “wishful thinking” aber leider keine “self-fulfilling prophecy”. Der Congress wurde zur diskriminierungsfreien Zone erklärt, ohne konkrete Diskriminierung und die Maßnahmen dagegen zu benennen: “We provide a safe and comfortable experience for everybody attending our event, regardless of age, gender, sexual orientation, race, physical appearance or disability.” (Wir stellen ein sicheres und angenehmes Erleben für alle Teilnehmenden des Events sicher, unabhängig vom Alter, Geschlechts, sexueller Orientierung, Rasse, Aussehen oder Behinderung.) Auf der Policyseite steht immerhin “We are dedicated to providing a …” (Wir widmen uns der Bereitstellung…) geändert. Auf genauere Beschreibungen wurde verzichtet, so der Tenor beim Policccy-Treffen, da man den Teilnehmenden zutraue, selbst zu wissen, was angebracht sei und was nicht. Außerdem würde das im Umkehrschluss Frauen abschrecken, da der Congress nach einem „unsicheren Event aussehe“. Ausgeführt gibt es dies auf der Talk-Seite des Wikis. Dort steht passenderweise auch der Vorschlag, die Policy für „krasse Übergriffe“ müsse quasi geheim bleiben – wie war das mit „alle Informationen müssen frei sein“?

Reicht der gesunde Menschenverstand aus? Da es immer wieder Übergriffe gab, lässt sich dies leider nur mit „Nein“ beantworten. Und um das Geek Feminism Wiki zu zitieren: Wenn Du denkst, es sei sonnenklar, keine Menschen auf einer Konferenz zu belästigen, dann bist Du nicht die Person, für die die Policy geschrieben wird. An anderer Stelle wird dann auch wieder das Klischee der von sozialen Normen verunsicherten Nerds hervorgeholt. Im Zweifelsfall hilft das Aufschreiben weiter. Zum Einen gibt es Menschen mehr Sicherheit in der Bewertung von Vorfällen und zum Anderen eine handfeste Grundlage beim Durchsetzen von Sanktionen. Ich kann nichts ahnden, für das ich nicht mal einen Namen haben. Tatsächlich machen explizite Regeln auch jetzt schon nicht alles schlimmer: Auf’s Müll einsammeln wird auch immer wieder hingewiesen und am Ende ist es deutlich sauberer als auf anderen Veranstaltungen.

Mein Ziel ist es, dass am Ende wirklich alle Entitäten sichere und angenehme Erfahrungen machen. Daher habe ich die bereits auf dem Policccy-Treffen vorgestellten Verbesserungsvorschläge hier noch einmal ausgeführt. Grundlegend ist, dass eine Atmosphäre geschaffen wird, in der Diskriminierung explizit als solche benannt wird – und noch deutlicher wird, dass sie nicht erwünscht ist. Keinesfalls sollten Vorfälle aus Angst vor schlechter PR unter den Tisch gekehrt werden. Da bleiben sie sowieso nie und der Imageschaden danach ist umso größer. Der Congress ist im letzten Jahr stark gewachsen und wird dies vermutlich auch in diesem Jahr tun. Damit einher wachsen auch die Verantwortung und die Zahl der Augen, die alles kritisch beobachten.

Vor einer Überarbeitung der Policy
Es muss dringend geklärt werden, ob und welche Interventionen/Eigeninitiative ok ist und welche nicht. Dazu sollten die bisherigen Interventionen angeschaut und analysiert werden. Schade und unproduktiv finde ich es, wenn daraus eine Tooldiskussion wird, bei der bestimmte Tools von vornherein ausgeschlossen werden. Stattdessen sollte auch der jeweilige Rahmen und die Implementierung berücksichtigt werden.

Weiter analysiert werden sollte, welche Vorfälle es in der Vergangenheit gab. Auf dem 28C3 wurde etwa von einer Teilnehmerin ein Upskirt-Foto gefordert, der Rat “don’t fuck swedisch women” gegeben (statt “don’t rape”) und in vielen Vorträgen Männer als einzig ernsthafte Zuhörerschaft angesprochen (vgl. auch die vorgestellten Studien im Vortrag zu „Gender Informatik“). Und auch wenn der Congress der Congress ist, schadet es nicht, sich einmal durchzulesen, was es alles an dokumentierten Vorfällen gibt.

Die Überarbeitung der Policy
Eine ordentliche Policy sollte am Anfang aller Planungen stehen und bei diesen stets mitbedacht werden. Ein Beispiel ist Barrierefreiheit. Wer sich diese nicht gleich auf den Zettel schreibt, sitzt am Ende schlimmstenfalls im ersten Stock ohne Aufzug. Wichtig ist, wie bereits beschrieben, dass die Policy deutlicher wird. Die Policy der Ada-Initiative (von der die bisherige Policy abgeleitet wurde) liefert dazu eine sehr gute Beschreibung, die übernommen werden sollte:

Belästigung beinhaltet beleidigende verbale Kommentare bezüglich Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderungen, Aussehen, Körperform, Rasse, Religion oder anderem geschütztem Klassenstatus, sexualisierte Bilder in öffentlichen Räumen, bewußtes Einschüchtern, Stalken, Verfolgen, belästigendes Fotografieren oder Aufnehmen, fortgesetztes Stören von Vorträgen und weiteren Veranstaltungen, unangebrachtes Berühren und unwillkommene sexuelle Aufmerksamkeit. Von den Teilnehmenden wird erwartet, Aufforderungen zum Beenden der Belästigung sofort nachzukommen.

Das „beinhaltet“ lässt dabei offen, bei Bedarf weitere Belästigungen als solche zu erkennen und zu verbieten. In der Policy ist außerdem beschrieben, wie eine Ausnahme (in diesem Fall pornografische Bilder) geregelt ist und welche Konsequenzen bei Verstößen gezogen werden. Diese Teile können übernommen werden, sollten aber auf jeden Fall angepasst werden.

Weiter sollte sicher gestellt werden, dass die Policy allen Beteiligten, vom Barbot über Engel bis zur Security, und allen Teilnehmer_innen bekannt ist. Dazu gehören auch das Einbinden in die Eröffnung und wiederholte Ankündigungen. Eine Idee des Policccy-Treffens war die Einbindung ins „Kleingedruckte“ in groß, mit anzuklickender Einverständniserklärung.

Best-Practices für Talks
Ein wiederholter Kritikpunkt ist das Schaffen der Atmosphäre „wir sind hier ja unter Männern“, in der Frauen nur die mitgeschleppten Freundinnen sind, deren gute Laune irgendwann für den “Wife acceptance factor” notwendig ist, kurz othering. Eine Möglichkeit dies zu verhindern, ist die Bereitstellung einer Best-Practices-Sammlung. Dabei sollte betont werden, dass im Publikum auch Frauen sind und mitangesprochen werden sollten („liebe Zuhörerinnen und Zuhörer“) – ohne sie übermäßig hervorzuheben („krass, da ist ja echt ne Frau hier“). Ausgewogenheit und das Vermeiden von Stereotypen sollte auch bei eventuellen Abbildungen und Beispielen bedacht werden. Gerade bei Bildern betrifft dies auch weitere Diskriminierungskategorien (Rasse, Alter, Behinderung)¹. Auch der Verzicht auf den “Wife acceptance factor” und „sogar Mütter verstehen das“ gehören dazu.

Weitere Links und Ressourcen

Alle Übersetzungen sind von mir. Dieser Text erschien zuerst auf femgeeks.de.
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¹ Ich weiß, dass gerade Bildmaterial sehr oft sehr stereotyp ist. Muss das so bleiben?