Links! Charmed, Microsoft und Gender in F/LOSS

Eine mädchenhafte Schaufensterpuppe mit einem grün-weiß-geringeltem Shirt auf dem „Keep on Smiling“ steht.

Ja liebe Mädchen, immer nett sein und hübsch aussehen – das gilt es möglichst früh zu lernen!

  • Eine *der* Serien meiner Schulzeit war sicher Charmed. Wie die drei vier Schwestern dabei Haus, Familie, Job und Magieverpflichtungen unter einen Hut bekamen, hat Bitch Flicks angeschaut.
  • Microsoft hat einfach kein Glück mit Frauen. Also, entweder kommen von Seiten Microsofts sexualisierte Witze oder sie vergessen die Gamerinnen. Die neuen Touchscreens richten sich nun an … Bräute bei ihrer Hochzeitsvorbereitung.
  • In San Francisco hat Lesbians Who Tech einen Hackathon veranstaltet und dabei tolle Projekte unterstützt.
  • Wie das Schließen von „unrentablen“ Geburtshäusern und Geburtstationen aussieht – auf Pinterest visualisiert.
  • Noch mehr Lesestoff? 10 englisch-sprachige Blogs von Frauen aus der Wissenschaft.
  • Today in women’s underrepresentation: Auch 2013 waren Frauen in Hollywoodfilmen unterrepräsentiert, seltener in Führungspositionen zu sehen und eher über ihre Beziehung zu einem Mann definiert.
  • Die Ausgabe 2.2 des Magazins Libre Graphics heißt “Gendering F/LOSS” und beschäftigt sich mit Repräsentation und Arbeit im Bereich freier und (quell-)offener Software.
  • Links! Trekkie-Keller und Manstruation

    Ein schwarzes Mädchen in lila Trainingshosen dreht sich auf dem Kopf.

    Screenshot von Jungle – Platoon feat. B-Girl Terra

    Liebe Leserinnen. Es ist wieder Zeit für eine #InWoche (die mit dem generischen Femininum).

    Links! Unsichtbare Programmiererinnen und Trekkie-Content

    Auf Holzdielen liegt ein fünf-eckiger Stern mit Lichtern drinnen und zwei schwarzen Knopfaugen.

    Selbstgemacht

    Alles neu *vor* den Vorsätzen fürs neue Jahr. Das Blogdesign. Und erstmals einige Linkempfehlungen, die sich zu lesen lohnen.

    Parfüm, Getränke, Kleidung: Shit you should not buy

    Die Parfümmarke Lolita Lempicka macht ihrem Namen alle Ehre und propagiert in der Kampagne zu „L’Eau Jolie“ neben der Sexualisierung junger Mädchen auch den gefährlichen Mythos der „unabsichtlichen Verführungskräfte junger Mädchen, die gar nicht wissen, dass sie unwiderstehlich sind“. Kampagnenstar ist Elle Fanning, die vor einem Monat ihren 15. Geburtstag feierte. Das Parfüm ist im Übrigen für „pretty girls“.
    Beschwerden: Mail-Kontakt, @PLolitaLempicka, auf Facebook.

    Villeroy und Boch kramt uralte Geschlechterklischees raus: Frauen trinken „weiche“ Weine aus „bauchigen“ Kelchen, maskuline Weine sind „fordernd“ und „spritzig“.
    Beschwerden: Mail-Kontakt, @villeroyundboch, auf Facebook.

    Drag ist künstlich und ein Mann also viel schöner, wenn er „natürlich“ durchs Leben geht. Der neue Bionade-Spot zementiert ebenfalls das Bild des cis-gender Mannes.
    Beschwerden: Mail-Kontakt, @bionade_gmbh, auf Facebook.

    Auch Flensburger Pilsner hat mich als Kundin verloren. Statt in Bier muss ich als Frau demnächst in Feuchtigkeitscreme investieren.
    Beschwerden: Mail-Kontakt. [Update, 20. Mai: Flensburger Pilsner bedauerte auf Nachfrage die Etiketten, die von der Geschenkkrüge-Firma stammten und nicht autorisiert wurden.]

    Das Klischee, Männer seien alle „einfach“, stirbt auch bei Bacardi nicht aus.
    Beschwerden: Mail-Kontakt, auf Facebook.

    Werbeplakat von Bacardi: Weil Männer einfach gestrickt sind.

    Tchibo fasst die 54 Länder Afrikas von Ägypten über den Kongo bis Südafrika mal wieder zusammen. Eine Giraffe reicht auch und die Bildauswahl rettet nicht, sondern macht alles noch schlimmer.
    Beschwerden: Mail-Kontakt, @Tchibo_presse, auf Facebook.

    Beim Deutschen Werberat beschweren.

    Neues von der Bar 111

    Aufmerksame Leser_innen werden sich an die ekelhafte Werbung der Bar 111 in Berlin erinnern (Triggerwarnung für Gewalt). Der Werberat wird in der Angelegenheit nichts machen, da der Betreiber angegeben habe, dass die Werbung inzwischen abgenommen wurde und nicht weiter verwendet wird.

    Die Bar 111 macht allerdings munter weiter mit den Klogriffen. Im Berliner Stellenwerk (unterstützt von u.a. der FU Berlin), werden Mitarbeiter für die „Neue Szene Bar“ gesucht. Die Anforderungen an potentielle Mitarbeiter(!) muten in Zeiten des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes allerdings seltsam spezifisch an:

    flexibles weibliches Personal, Alter von 18-24 Jahren

    Die Bevorzugung Anforderung, weiblich zu sein, hat aber eher weniger mit dem Abbau bestehender Diskriminierung zu tun, schließlich sind Frauen unter geringfügig Beschäftigten bereits deutlich überrepräsentiert. Dass nun etwas passiert, scheint leider unwahrscheinlich.

    Ich wünschte wirklich, das wäre alles ein Aprilscherz.