Was ich so machte.

In den letzten Wochen war es hier eher ruhiger, dafür habe ich mich bei den Femgeeks etwas ausgetobt. Zu einer neuen Wikipediadebatte über Sichtbarkeit von Frauen (Teil 1 und Teil 2), Frauensichtbarkeit überhaupt, der nun beschlossenen Bestandsdatenauskunft und der Netzneutralität. Über letzteres habe ich dem WDR meine Meinung gesagt – im Rahmen der re:publica 2013, die ich diese Woche besucht habe. Der Beitrag über die Patentprobleme in der Brustkrebsforschung und ein Open Data-Projekt als Intervention wurde auch bei netzpolitik.org gebracht.

Außerdem gibt’s in der Missy eine traurige Lobrede auf Astrid Farnsworth aus Fringe (Leser_innen werden sich an meinen Beitrag vor 3 Jahren hier erinnern). Über Frauenrollen in Computerspielen war ich im Zündfunk und dem NDR zu hören und in den Anschlägen zu lesen.

Dank an den unbekannten Wikipedianer

Vor kurzem hatte ich eine Woche lang die Startseite der Wikipedia darauf durchgezählt, wieviele Männer und Frauen namentlich erwähnt werden. Nachdem ich endlich dazu gekommen bin, es bei der Mädchenmannschaft zu bloggen, entspann zunächst dort und dann auch in der Wikipedia selbst eine Debatte. An dieser Stelle ein Dankeschön an Kommentator_in 95.222.137.111 in der Wiki-Diskussion, für das folgende Juwel:

auf welchem Gebiet gibt es denn berühmte Frauen? Mätressen, ein paar Schrifstellerinnen, Pornostars etc, sonst sehe ich nichts. Das Äquivalent zu Schlachtschiffen wären Kinderwägen, Herde, Küchen das interessiert doch keine Frau

Hier beisst sich die Katze in den Schwanz – weil ich keine berühmten Frauen kenne, kann es ja auch keine geben, die die Wikipedia übersehen hat!? Natürlich sind „Frauensachen“ wie Kinderwagen oder Herde wieder uninteressanter Firlefanz, während Schlachtschiffe automatisch relevant sind. Extrapunkte auch für die deutlich sexualisierte Sicht auf Frauen, die anscheinend nur für Sex und vielleicht noch mal etwas Schreiben gut sind. Ich rufe BINGO!


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